REFERENDUM: SVP setzt sich für den Kindergarten ein

Die SVP will am Kindergarten als Schuleinstieg festhalten. Sie hat nach eigenen Angaben genügend Unterschriften gegen die Basisstufe und die Grundstufe gesammelt, um die Änderung des Volksschulgesetzes zur Abstimmung zu bringen.

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Die SVP will am traditionellen Kindergarten festhalten (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die SVP will am traditionellen Kindergarten festhalten (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Nach Auskunft der SVP wurden über 500 Unterschriften zur Beglaubigung an die Gemeinden verschickt. Nötig für das Zustandekommen sind 250 gültige Unterschriften.

Die im November vom Landrat verabschiedete Änderung im Volksschulgesetz will den Gemeinden die Wahlfreiheit darüber lassen, wie sie ihre Schuleingangsstufe gestalten wollen. Der Regierungsrat schlägt neben dem zweijährigen Kindergarten auch eine dreijährige Grundstufe sowie eine vierjährige Basisstufe vor. Der Gesetzesänderung liegt eine Motion aus dem Landrat zu Grunde.

«Flickenteppich ohne Not»

Die SVP ist dagegen für einen harmonisierten Schuleintritt. Die Gemeinden sollen an dem ihrer Ansicht nach bewährten Kindergarten festhalten. Bei einer Wahlfreiheit komme es zu teuren Reorganisationen, und man schaffe ohne Not einen Flickenteppich.

Die SVP begründet ihre Haltung auch damit, dass Nidwalden 2009 deutlich Nein zum Schulharmonisierungskonkordat HarmoS und damit Ja zum Kindergarten gesagt habe. Nun solle der Kindergarten durch die Hintertüre abgeschafft werden.

Bei der Grundstufe werden die ersten zwei Jahre des Kindergartens sowie das erste Primarschuljahr in einer Klasse geführt. Bei der Basisstufe sind Kindergarten und die ersten zwei Primarschuljahre in einer Klasse vereint.

Am 28. Januar will die Volkspartei die Unterschriften an die Staatskanzlei zur Prüfung übergeben.

pd/uus/sda