REGIERUNGSRAT: Das Kantonsspital braucht 500'000 Franken

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, dem Kantonsspital Nidwalden zusätzlich zum Pauschalbetrag von 1,5 Millionen Franken einen Nachtragskredit in der Höhe von 500?000 Franken für 2008 zu gewähren.

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Das Kantonsspital Nidwalden braucht ein neues Ultraschallgerät (im Bild eine Untersuchung im Kantonsspital Luzern). (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Das Kantonsspital Nidwalden braucht ein neues Ultraschallgerät (im Bild eine Untersuchung im Kantonsspital Luzern). (Archivbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Regierungsrat beurteilt laut einer Medienmitteilung vom Mittwoch den Antrag des Spitalrats positiv, der in seinem Gesuch für einen Nachtragskredit im Umfang von 500'000 Franken erwähnt hatte, die vom Landrat festgelegte Investitionspauschale von 1,5 Millionen Franken für das Rechnungsjahr 2008 sowie die aufgelösten Rückstellungen aus den Vorjahren seien durch den in den letzten Jahren entstandenen Investitionsstau nicht ausreichend.

Aus dem Gesuch des Spitalrats gehe hervor, dass in verschiedenen Bereichen zusätzlicher Investitionsbedarf bestehe:

  • Ersatz Ultraschallgerät: Ab 2009 können für das bestehende Gerät keine Ersatzteile mehr beschafft werden. Bei den jährlich zirka 1700 durchgeführten Ultraschalluntersuchungen sei es deshalb erforderlich, ein Ersatzgerät anzuschaffen, heisst es in der Mitteilung. Gewisse Ultraschalluntersuchungen können mit dem jetzigen Gerät nicht ausgeführt werden. Aus diesem Grund müssen Patienten an andere Institute verwiesen werden, was für das KSNW im stationären Bereich höhere Kosten bedeute. Im ambulanten Bereich gehen zusätzliche Erträge verloren.  
  • Anschaffung neuer Operationstisch mit Säule: Das bestehende System ist technisch mehr als 30 Jahre alt und in dieser Form nicht mehr im Handel erhältlich. Reparaturen für alle Komponenten können nicht länger gewährleistet werden. Die bestehenden OP-Tische sind bis zu einer maximalen Belastung von 137 Kilogramm zugelassen. Die Tendenz in allen chirurgischen Fachbereichen weise auf eine zunehmend höhere Anzahl Patienten hin, deren Körpergewicht sich über der maximalen Belastung befinde. Im Hinblick darauf werde ein massiver OP-Tisch dringend notwendig, da ansonsten Tische (teuer) zugemietet werden müssen, heisst es.  
  • Bildverstärker: Aufgrund der intensiven und zunehmenden Beanspruchung (massive Zunahme während der vergangenen zwei Jahre im Bereich der Schmerztherapie) und steigender Fallzahlen im orthopädisch-traumatologischen Bereich kommt es immer wieder zu Engpässen in der Verfügbarkeit. Die Reparaturanfälligkeit des vorhandenen Systems und die geringe Servicebereitschaft von Seiten des Lieferanten zwingen zur Evaluation eines neuen Geräts.

ana