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REGIERUNGSRAT: Nidwalden hält am Fahrplan für den Lehrplan 21 fest

Der Nidwaldner Regierungsrat will den Lehrplan 21 auf das Schuljahr 2017/2018 einführen, daran hält er fest. Er lehnt ein SVP-Postulat ab, das die Einführung um mindestens zwei Jahre verschieben will.
Projektleiterin Ruth von Rotz (links) bei der Übergabe des Lehrplan 21 an die Lehrpersonen in Hergiswil. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Projektleiterin Ruth von Rotz (links) bei der Übergabe des Lehrplan 21 an die Lehrpersonen in Hergiswil. (Bild: Romano Cuonz / Neue NZ)

Die beiden SVP-Landräte Christoph Keller und Christian Landolt finden es "wenig sinnvoll", dass kleine Kantone wie Nidwalden bei der Einführung des neuen Lehrplans die Vorreiterrolle übernehmen würden. Vielmehr müssten die Erfahrungen und das Vorgehen in den grossen Kantonen abgewartet werden, um als kleiner Kanton die richtigen Schlüsse und Lehren ziehen zu können, schreiben sie im Vorstoss.

Die Postulanten weisen weiter darauf hin, dass in acht Kantonen Initiativen zur Nichteinführung des Lehrplans 21 hängig seien und erst wenige Lehrmittel zum neuen Lehrplan zur Verfügung stünden. Die Regierung soll zudem prüfen, ob der Lehrplan nicht durch den Landrat als Gesetzgeber erlasst werden soll.

Die Regierung beantragt dem Parlament, das Postulat abzulehnen, wie er in seiner am Donnerstag veröffentlichten Antwort schreibt. Bei einer bei Gemeindebehörden, Parteien sowie "einschlägigen Verbänden" durchgeführten Konsultation sprachen sich 15 von 17 Teilnehmer für die Einführung ab Sommer 2017 aus.

Mit Ausnahme von Zug führen alle Zentralschweizer Kantone den Lehrplan auf diesen Zeitpunkt ein. "Nidwalden würde bei einer Verschiebung zur Insel", schreibt die Regierung.

Im Weiteren spricht sich der Regierungsrat auch gegen eine Änderung der Zuständigkeiten aus. Lehrpläne seien keine Gesetzte. "Lehrpläne regeln Ziele und Inhalte des Unterrichts und dienen wie Verordnungen der Umsetzung der kantonalen Volksschulgesetze", schreibt die Regierung. (sda)

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