REGIERUNGSRAT: Über 300'000 Franken mehr für Sanierungen

Sparsame Energienutzung sowie erneuerbare Energien sollen im Kanton Nidwalden gefördert werden. Dies kommt der Umwelt und dem regionalen Gewerbe zugute.

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Eines der im Jahr 2008 sanierten und auf den Minergie-Standard gebrachten Häuser, Beispiel aus Stansstad. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Eines der im Jahr 2008 sanierten und auf den Minergie-Standard gebrachten Häuser, Beispiel aus Stansstad. (Bild Ruth Tischler/Neue LZ)

Der kantonale Förderkredit konnte für das Jahr 2009 auf 480?000 Franken erhöht werden. Grund hierfür sind höhere Bundesbeiträge, die das eidgenössische Parlament kurzfristig zur Belebung der Konjunktur beschlossen hat, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Beiträge an Gebäudesanierungen
Unterstützt werde eine umfassende Erneuerung von Wohnbauten mit Baujahr 1990 oder älter. Beiträge werden ausgerichtet, wenn nach der Sanierung der Grenzwert des Heizwärmebedarfs für Neubauten nach SIA 380/1, oder der Minergie-Grenzwert für Sanierungen erreicht wird. Es erhalten also nur Objekte Förderbeiträge, welche die gesetzlichen Umbau- Anforderungen um mindestens 40 Prozent unterschreiten.

Energieberatung mit gutem Echo
Die Energieberatung für Gebäudeerneuerungen wird weitergeführt. Die Beratungsmöglichkeit wurde im vergangenen Jahr neu geschaffen. Die Nachfrage war sehr gross. 90 Beratungen wurden ausgeführt und mit einem Kantonsbeitrag unterstützt. Die Beratung durch neutrale, vom Kanton akkreditierte Berater kostet 550 Franken. 400 Franken werden dem Beratungsempfänger vom Kanton zurückvergütet.

Über eine Million Franken ausgeschüttet
Im Jahr 2008 konnte der kantonale Förderkredit 330?000 Franken voll ausgeschöpft werden. Unterstützt wurden der Bau von 27 Holzheizungen, neun Anschlüsse an Holzwärmenetze, neun thermische Solaranlagen, 23 Neubauten im Minergie-Standard, vier Gebäudesanierungen und die Ausarbeitung von vier Machbarkeitsstudien. Neben dem Kanton haben auch das EWN und die Gemeindewerke Beckenried Fördergelder an 120 Anlagen ausbezahlt – gesamthaft 880?000 Franken.

500 Tonnen Heizöl gespart
Mit all den unterstützten Massnahmen lassen sich zirka 500 Tonnen Heizöl ersetzen, Jahr für Jahr, während der Lebensdauer der unterstützten Anlagen, wie es weiter heisst. Mit diesen Einsparungen von fossilen Energien konnte ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität erzielt werden. Weiter konnte mit den Fördergeldern ein Investitionsvolumen von zirka 4 Mio. Franken ausgelöst werden, was vorwiegend dem regionalen Gewerbe zu Gute kam.

scd