REGIERUNGSRATSWAHLEN: Die CVP mit Keller, die SVP mit Amstad

In Nidwalden haben die Kantonalparteien der SVP und der CVP am Donnerstagabend ihre Kandidaten für die Regierungsrats-Ersatzwahl vom 24. Februar nominiert. Die CVP setzt auf Heinz Keller, die SVP auf Ueli Amstad.

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CVP-Kandidat Heinz Keller (links) und SVP-Kandidat Ueli Amstad. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

CVP-Kandidat Heinz Keller (links) und SVP-Kandidat Ueli Amstad. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Die Nomination bescherte der CVP einen Grossaufmarsch in Ennetbürgen: Nicht weniger als 519 stimmberechtigte Mitglieder waren da. Als Erstes schlossen sie sich dem Antrag des Vorstandes an, nur eine Person zu nominieren. Parteipräsident André Scherer hatte argumentiert: «Für den Vorstand ist klar, dass wir uns mit einer Zweierkandidatur schwächen würden.»

Keller: Das «kleinste Risiko»
Erich Amstutz stellte als ersten Heinz Keller, Stans, vor. Seine «ausgeprägte Fach- und Führungskompetenz» biete «das kleinste Risiko, den Sitz an eine andere Partei zu verlieren». Der ehemalige Nati-B-Handballer sei «verlässlich und teamfähig».

Viktor Baumgartner empfahl Martin Ambauen. Der Landwirt habe «breite Kenntnisse in Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus». Er sei «gut gerüstet für das anspruchsvolle Amt» und mit 54 Jahren in einem idealen Alter.

Bruno Poli stellte Stansstads Gemeindepräsidenten Peter Christen vor. Sein Rucksack sei «politisch und politisch bestens gefüllt», er sei ein «Multitalent in Sachen Fach- und Sozialkompetenz». Als Gemeindepräsident arbeite er «umsichtig und zielgerichtet».

Knapp für Keller
Die Diskussion benutzte nur ein Redner. Um 21 Uhr begann der 1. Wahlgang. Ambauen erhielt 216 Stimmen, Keller 210. Mit nur 92 Stimmen schied Peter Christen bereits aus. Im 2. Wahlgang schaffte es Keller sehr knapp mit 260 Stimmen gegen 250 von Ambauen. Markus von Rotz

SVP schickt Amstad ins Rennen
Auch die SVP nominierte am Donnerstagabend ihren Kandidaten für die Ersatzwahl vom 24. Februar. An der Versammlung in Stans bedachten die rund 130 SVP-Mitglieder ihren Kandidaten  Ueli Amstad mit einer stehenden Ovation. Der Stanser ist seit 2002 im Landrat, Mitglied der Finanzkommission und Präsident der SVP-Landratsfraktion. Der diplomierte Elektroinstallateur ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.

Dass seine Partei einen Anspruch auf einen Regierungsrat in Nidwalden hat, ist für den Präsidenten der SVP Nidwalden, Peter Wyss, klar: «Aufgrund des Wähleranteils bei den letzten Landratswahlen von gut 20 Prozent steht uns ein Sitz zu. Wir möchten unser Gedankengut moderat in die Regierung tragen.» Mit einer Vertretung in der Regierung komme man auch besser zu Informationen, die in der Opposition manchmal fehlten.

Doch warum bot man den Mitgliedern keine Auswahl an mehreren Kandidaten? «Wir sind eine noch junge Partei, die Personaldecke ist noch relativ klein.» Drei bis vier Leute hätten ihre Bereitschaft signalisiert, in den Wahlkampf zu ziehen. «Mit ihnen und den Ortsparteien habe man dann diskutiert und sich für die Einerkandidatur entschieden.»  

Markus von Rotz / Geri Wyss
Neue Nidwaldner Zeitung

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