Rekord: Stromverbrauch schnellt in die Höhe

Im Kanton Nidwalden ist der Stromverbrauch in den letzten Tagen stark angestiegen. Am Dienstag wurde gar so viel Strom benötigt wie noch nie.

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Auch in Stansstad (im Bild der zugefrorene Bootshafen) ist der Stromverbrauch stark angestiegen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Auch in Stansstad (im Bild der zugefrorene Bootshafen) ist der Stromverbrauch stark angestiegen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Aufgrund der lang anhaltenden tiefen Temperaturen seit Anfang Februar 2012 ist der Stromverbrauch um über 22 Prozent gestiegen. Wie das Kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden am Mittwoch mitteilt, ist die für die Versorgung notwendige Spitzenleistung auf einen Rekwordwert von 54 Megawatt gestiegen.

Der höchste, je gemessene Stromverbrauch im Kanton Nidwalden wurde am Montag, dem 6. Februar gemessen: 1,16 Mio. kWh. Die Leistungsspitze wurde um 11.45 Uhr mit 54,2 Megawatt gemessen, auch ein absoluter Spitzenwert.

Seit mehreren Jahren werden bestehende Ölheizungen oft durch Wärmepumpen ersetzt, wobei diese auch bei neuen Gebäuden zum Einsatz kommen. Beim Beheizen von Gebäuden mit Wärmepumpen wird zwar auf erneuerbare Energie gesetzt, der Antrieb dieser Pumpen benötigt jedoch bis zu einem Drittel der Heizenergie aus dem Stromnetz.

Speicherinhalt noch für 10 Tage

Der Stausee Bannalp leistet unter anderem einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Stromverbrauchs. Bei Tagesproduktionen von 136'000 kWh sinkt aber die verfügbare Wasserreserve stark ab. Muss das Elektrizitätswerk Nidwalden wegen den niedrigen Temperaturen diese Produktionsmenge beibehalten, reicht der Speicherinhalt noch für zehn Tage. Danach müssten 100 Prozent des benötigten Stroms importiert werden.

pd/chg