Res Schmid will nicht Bundesrat werden

Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid will nicht Bundesrat werden. Anders der Zuger Regierungsrat Heinz Tännler: Sie SVP nominierte ihn am Dienstagabend.

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Res Schmid. (Bild: PD)

Res Schmid. (Bild: PD)

Die Parteileitung der SVP Kanton Zug hat an ihrer Sitzung Regierungsrat Heinz Tännler einstimmig als Bundesratskandidaten nominiert. Heinz Tännler ist seit 2007 Zuger Regierungsrat. Der 51-Jährige steht der Bau-, Energie- und Umweltdirektion vor. 1994-2003 politisierte er im Kantonsparlament, wo er sich in verschiedenen Kommissionen engagierte. Bis Ende 2001 war er FDP-Mitglied, 2002 wechselte er zur SVP.

Jahrelang war der Jurist Tännler als Rechtsanwalt und Notar in Zug tätig. Von 2004 bis 2007 war er Direktor der Rechtsabteilung des internationalen Fussballverbandes Fifa. Dieses Engagement könnte für ihn nun - angesichts der Fifa-Korruptionsaffären - zum Stolperstein auf dem Weg in den Bundesrat werden.

Ebenfalls am Dienstagabend wurde von der SVP Zürich Bruno Zuppiger portiert. Am Dienstag um Mitternacht läuft die Nominationsfrist für die Kantonalparteien ab und am (morgigen) Mittwoch wird die SVP alle vorgeschlagenen Kandidaten vorstellen. Zur Auswahl stehen neben Zuppiger und Tännler der Waadtländer Guy Parmelin, der Schaffhauser Hannes Germann und der Thurgauer Jakob Stark. Der Freiburger Jean Françios Rime hatte sich am Dienstagabend noch nicht entschieden.

Am Donnerstag dann entscheidet die Bundeshausfraktion, wen sie ins Rennen um den angestrebten zweiten SVP-Bundesratssitz schicken will. Die Bundesratswahlen finden am 14. Dezember statt.

sda/rem

Res Schmid sagt ab

Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid will nicht Bundesrat werden. Dass sein Name ins Spiel gebracht worden sei, habe ihn geehrt und gefreut, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Schmid will sich auf seine Aufgaben im Kanton Nidwalden konzentrieren: «Durch das von der Nidwaldner Bevölkerung in mich gesetzte Vertrauen fühle ich mich verpflichtet, meine Aufgaben in den kommenden Jahren weiterhin bestmöglich zu erfüllen», schreibt Res Schmid weiter. Der Anspruch der Innerschweiz auf eine Vertretung im Bundesrat ist für ihn unbestritten. Das Thema Bundesrat ist für Schmid aber nicht entgültig gestorben, bei einer zukünftigen Bundesratswahl würde er eine allfällige Kandidatur zusammen mit seiner Familie und der Kantonalpartei erneut prüfen, so Schmid.

rem