RETTUNGSÜBUNG: Horror auf dem Pilatus - zum Glück nur gespielt

Was, wenn das Gipfel-Hotel brennt und der Helikopter Probleme macht? 180 Rettungskräfte übten den Ernstfall - und erlangten wichtige Erkenntnisse.

Drucken
Teilen
Die Feuerwehr löscht einen Brand. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Feuerwehr löscht einen Brand. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

«Ich springe jetzt dann gleich», schreit ein junger Mann verzweifelt aus einem Fenster im zweiten Stock des Hotels Kulm. Er ist abgeschnitten und kann vorerst nicht aus seiner misslichen Lage befreit werden. Soeben ist der Superpuma-Helikopter der Armee gelandet und hat die ersten Atemschutzspezialisten der Feuerwehr Alpnach sowie Rettungssanitäter auf den Berg gebracht. Es herrscht Chaos.

Was ist passiert? Gestern um 17.57 Uhr ist der Alarm eingegangen - das Hotel Pilatus Kulm brennt. Eine grosse Herausforderung für Feuerwehr und Rettungskräfte. Dieses Szenario wurde gestern unter der Leitung der Feuerwehr Alpnach in einer gross angelegten Übung durchgespielt, mit insgesamt 180 Beteiligten.

Um 20.10 Uhr ist der Brand gelöscht, die Übung zu Ende. 18 Verletzte wurden geborgen. Übungsleiter Remo Kuster zieht ein erstes Fazit: «Die Übung wurde erfüllt, alle Leute gerettet, der Brand gelöscht.» Einige Schwachstellen bei der Kommunikation und dem Wasserdruck seien ausgemacht worden, «diese werden analysiert und behoben».

Nebst rund 70 Feuerwehrleuten waren Mitglieder des Samaritervereins Alpnach, Rettungskräfte des Spitals Sarnen, Swiss Helicopter, die Luftwaffe sowie Angestellte der Pilatus-Bahnen mit dabei. Nur der geplante Rega-Flug fiel kurzfristig aus - weil der Helikopter für einen echten Einsatz gebraucht wurde.