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RÜTLISCHIESSEN: 8300 Kilometer sind diesen Schützen nicht zu weit

Die Einladungen der organisierenden Nidwaldner Rütlisektion reichen bis nach Kanada. Eine Truppe ausgewanderter Schützen freut sich dort auf die Reise in die ehemalige Heimat. Was ihnen Probleme bereitet, ist die Waffenausfuhr.
Oliver Mattmann
2012 haben Schweizer Schützen, die in Kanada eine neue Heimat gefunden haben, erstmals am Rütlischiessen teilgenommen. Bild: PD

2012 haben Schweizer Schützen, die in Kanada eine neue Heimat gefunden haben, erstmals am Rütlischiessen teilgenommen. Bild: PD

Getreu dem Fünfjahresturnus organisieren die Nidwaldner das diesjährige Rütlischiessen. Und wenn sich am 9. November wieder ein Meer von Fahnen, Standarten und Banner der teilnehmenden Sektionen über die ganze Rütliwiese erstreckt, dann wird ein Exemplar besonders aus der Reihe tanzen: die kanadische Flagge der «Swiss Canadian Mountain Range Association». Nach 2012 ist die Truppe aus Übersee mit ausgewanderten Schweizern zum zweiten Mal dabei. Die Vorfreude bei Rene Zollinger, seit 19 Jahren Präsident des 1964 gegründeten Clubs, ist gross: «Es ist für uns nicht nur eine Ehre, sondern auch ein grosses Vergnügen, am Rütlischiessen mitzumachen.» Der Schiesssport habe in der Schweiz eine lange Tradition, und «wir sind stolz, diese Tradition in Kanada nach Schweizer Art weiterzuführen». Gegenwärtig gehören der Association 125 Mitglieder an, Nid- und Obwaldner sind indes keine dabei. Der Club organisiert den «Vancouver International Match», ein nach Aussagen von Zollinger beliebtes globales Fernschiessen, an dem Hunderte von Schiessvereinen ausser- und innerhalb der Schweiz teilnehmen.

Viele «kanadische» Rütlischützen nutzen die 8300 Kilometer lange Reise in die Schweiz auch für Ferien oder Besuche bei Verwandten. Für diese Aktivitäten dürfte es mit dem Gepäck keinerlei Probleme geben. Anders sieht es bei den Waffen aus, die sie für die Ausübung ihres Sports ennet des Teichs benötigen. «Leider sind die Bedingungen für die Aus- und Einfuhr von Schusswaffen zurzeit sehr streng, und viele Fluggesellschaften verweigern deren Transport», erläutert der Amriswiler Rene Zollinger, der 1974 als damals 23-Jähriger ausgewandert ist. Die Alternative: «Wir leihen uns die Waffen von Bekannten oder Schützenkollegen in der Schweiz aus.» In diesem Jahr findet die Ausleihe über einen längeren Zeitraum statt, denn die Gruppe wird am 15. November erstmals auch das Programm am Historischen Morgartenschiessen absolvieren.

Trainingsmöglichkeiten sind vielseitig

Wie die ausgewanderten Schützen beim Abstecher in ihre ehemalige Heimat abschneiden werden, dürfte nicht nur sie selbst interessieren. An den Trainingsmöglichkeiten freilich sollte ein gutes Resultat nicht scheitern. Wie Rene Zollinger erklärt, verfügt die «Swiss Canadian Mountain Range Association» vor Ort über eine vielseitige Anlage mit Distanzen über 300 Meter, 50 Meter sowohl für Gewehr als auch Pistole, 30 Meter für Armbrust- und 10 Meter für Luftgewehrschützen. Und sogar eine Tontaubenanlage beinhaltet die ganze Einrichtung.

Na dann sei aus der Heimat «Gut Schuss» gewünscht – oder eben «Good shot», um in der Landessprache der Auswanderer zu bleiben ...

Oliver Mattmann

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