Sanierung der Wiesenbergstrasse kommt schneller voran als geplant

Nach Jahren will sich der Kanton wieder einmal an einem Infoanlass mit der Bevölkerung über das Projekt austauschen.

Philipp Unterschütz
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Vorbereitungsarbeiten für eine neue Betonstützmauer an der Wiesenbergstrasse unterhalb vom Mättenwaldcher.

Vorbereitungsarbeiten für eine neue Betonstützmauer an der Wiesenbergstrasse unterhalb vom Mättenwaldcher.

Bild: PD (26. Mai 2020)

Fünf Jahre ist es bereits her, dass die Bevölkerung in Dallenwil, Wirzweli und Wiesenberg direkt von der Nidwaldner Baudirektion über das Projekt der Instandstellung Wiesenbergstrasse informiert worden ist. Voraussichtlich Ende August oder Anfang September ist nun wieder ein Infoanlass geplant. «Wir sind am Vorbereiten der Einladungen unter Berücksichtigung der Coronaschutzmassnahmen», sagt Kantonsingenieurin Stephanie von Samson. «Es ist an der Zeit, dass wieder mal ein Erfahrungsaustausch mit der Bevölkerung stattfindet, von dem alle Beteiligten profitieren können.»

Die Bauarbeiten zur Sanierung der Wiesenbergstrasse vom Abschnitt Lourdesgrotte bis zur Abzweigung Wirzweli, die im Mai 2017 begonnen haben, bis etwa 2030 dauern und rund 40 Millionen Franken kosten, sind bereits ein gutes Stück vorangekommen. Die Planung für die Abschnitte 2 und 3 ist mittlerweile so weit, dass die Pläne für die Genehmigungsphase bereit sind. In Gesprächen wurden die kommenden Arbeiten mit den Grundeigentümern besprochen. «Wir versuchen vor der Auflage, einvernehmliche und tragfähige Lösungen zu finden», so Stephanie von Samson. Es gehe meist um Fragen des Landerwerbs oder auch um Zufahrten zu Grundstücken.

Anfang 2021 muss Landrat weiteren Kredit sprechen

Die öffentliche Auflage für die Abschnitte 2 und 3 ist für September 2020 geplant. Nach der Projektgenehmigung ist beim Landrat Anfang 2021 der Kredit einzuholen. Die Bauarbeiten starten ab 2021, jeweils von Mai bis Ende Oktober, und dauern fünf Jahre. Dabei wird die Wiesenbergstrasse mit zeitlichen Teilsperrungen belegt, was sich laut Stephanie von Samson bewährt hat.

Seit rund einem Monat wird nun an der vierten und letzten Etappe im ersten Abschnitt gearbeitet. Diese verläuft nur noch im Wald oberhalb vom Gässli. Neben den vier geplanten Ausweichstellen sind noch drei grössere Betonbauwerke zu erstellen oder zu erneuern. Für die restlichen bestehenden Bauwerke werden Instandhaltungsarbeiten erledigt. Dank der guten Witterung konnte bereits ein kleiner Vorsprung zum Bauprogramm erreicht werden. Bis spätestens Ende Oktober 2020 sollen die Arbeiten fertig sein. Dabei sollte auch der Deckbelag in den restlichen Abschnitten eingebaut sein.