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Badi Hergiswil wird nach 100 Jahren total saniert

Die Badi Hergiswil schliesst dieses Jahr schon Ende August. Bis zum Saisonstart im nächsten Frühling wird sie komplett saniert. Die Arbeiten sind teurer als geplant.
Kurt Liembd
Gemeindepräsident Remo Zberg (rechts) verabschiedet den langjährigen Badi-Wirt Hans Zibung. (Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 26. August 2019)

Gemeindepräsident Remo Zberg (rechts) verabschiedet den langjährigen Badi-Wirt Hans Zibung. (Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 26. August 2019)

Seit bald 100 Jahren gibt es in Hergiswil eine Badi, die bis heute nichts an Beliebtheit und Attraktivität eingebüsst hat. Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1928 zurück, als der damalige Kurverein diese Anlage erstellte. Geschaffen wurde damals eine Badegelegenheit – zu jener Zeit nur im See und noch ohne Becken – für Feriengäste und für die Hergiswiler Bevölkerung. 1978 übernahm die Politische Gemeinde Hergiswil die Anlage vom damaligen Verkehrsverein. Die Gemeinde baute die Badi in den folgenden Jahrzehnten immer weiter aus.

Nun folgt ein weiterer Meilenstein: An der Frühjahrs-Gemeindeversammlung 2019 hat die Bevölkerung beschlossen, die Badi für 7,7 Millionen zu sanieren. Deshalb schliesst der Betrieb bereits Ende dieser Woche und damit 14 Tage früher als in andern Jahren. Dies, damit die Bauarbeiten ab 2. September beginnen können. Die Sanierung dauert rund acht Monate. Wiedereröffnung ist am 9. Mai 2020.

Warmes und freundliches Ambiente

Die Sanierung ist sehr umfassend und betrifft fast alle Bereiche der Badi. Dazu Gemeindepräsident Remo Zberg an der Orientierung am Montag: «Um den Nutzen für weitere Generationen zu gewährleisten, werden alle technischen Anlagen auf den neuesten Stand gebracht, die betrieblichen Abläufe optimiert, die Wasserfläche vergrössert und die schadstoffbelasteten Bereiche saniert.» Dazu kommt die Totalsanierung des gesamten Gastrobereiches. Das grosse Schwimmbecken wird um eine Bahnbreite vergrössert, mit Chrom-Nickel-Stahl ausgekleidet und mit Massagedüsen versehen. Auch was die Ökologie betrifft, gibt es Neuheiten. So wird zum Beispiel Grauwasser für Toiletten und die Rasenbewässerung benutzt, die heute noch mit Trinkwasser erfolgt.

Vor Ort war auch Architekt Maurus Bühlmann, der betonte, dass mit der Fassadengestaltung, die von viel Holz geprägt ist, ein «warmes und freundliches Ambiente» entstehen wird. Weiter informierte der Gemeinderat, dass nach der Gemeindeversammlung Wünsche aus der Bevölkerung für eine dauerhafte Beschattung auf dem Oberdeck eingegangen seien. Dem will der Gemeinderat mit einer Holzkonstruktion mit Paneelen Rechnung tragen. Die Mehrkosten dafür betragen 250 000 Franken. Dieser Zusatzkredit wird an der nächsten Gemeindeversammlung traktandiert.

Eindrückliche Leistung des Badi-Wirtes

Wenn nun Ende August die Badi schliesst, endet gleichzeitig die zwölfjährige Ära von Badi-Wirt Hans Zibung, der in Pension geht. Am Montag wurde er persönlich von Gemeindepräsident Remo Zberg verabschiedet.

«Ich danke Hans Zibung im Namen des Gemeinderates und der Badegäste herzlich für seine Zuverlässigkeit, seinen unermüdlichen Einsatz und für seine eindrücklichen Leistungen», so Zberg. Zibung habe einen sehr guten Job gemacht und trete nun in den verdienten Ruhestand.

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