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SARNEN/DALLENWIL: Nidwaldner Whisky für das grosse Lälli-Zunft-Jahr

Die Lälli-Zunft wappnet sich für ihren 100. Geburtstag im Jahre 2021 mit einem edlen Eigenbrand – aus dem Nachbarkanton.
Stolz auf die Premiere (von links): Bettina Mathis (Frau des Zunftmeisters), Fassgötti Pascal Häller, Zunftmeister Ivo I. Mathis und Gerold Odermatt. (Bild: Franz Niederberger (Sarnen, 23. Februar 2017))

Stolz auf die Premiere (von links): Bettina Mathis (Frau des Zunftmeisters), Fassgötti Pascal Häller, Zunftmeister Ivo I. Mathis und Gerold Odermatt. (Bild: Franz Niederberger (Sarnen, 23. Februar 2017))

Franz Niederberger

redaktion@obwaldnerzeitung.ch

Eine ausgelassene Stimmung herrschte im Zunftlokal der Lälli-Zunft in Sarnen, eine grosse Anzahl Mitglieder liess es sich nicht nehmen, an der erstmaligen Abfüllung eines Whiskys in Ob- und Nidwalden dabei zu sein. Initiant dieser «Schnapsidee» war der Dallenwiler Gerold Odermatt. Passender als der Schmutzige Donnerstag hätte für die Lälli-Zunft kein anderes Datum sein können. Ganz so schnell und einfach kam aber die Produktion des ersten Unterwaldner Whiskys, auf die Odermatt besonders stolz ist, nicht zu Stande. Seit Jahren war es ein Traum des Unternehmers, einen eigenen Whisky herzustellen. Nach langen Bemühungen konnte er mit seinem Kollegen Beat Gut das Ziel erreichen. Gerste und Wasser sind die elementaren Zutaten, die Gerste lässt man keimen, bis aus der Stärke des Korns Malzzucker wird. Nach weiteren Prozessen entsteht ein Bier ohne Zusatz von Hopfen.

Gebraut wurde diese Maische in Wiesenberg in einem «Käs­kessi», bevor es in Beckenried in der ehemaligen Sternen-Brennerei beim «Seerausch» gebrannt wurde. «In Beckenried fanden wir eine ideale Infrastruktur und machten mit den neuen Eigentümern eine gemeinsame Sache», betonte Gerold Odermatt. Einen entscheidenden Einfluss hatte beim Brennvorgang Beat Gut. Als Schaubrennerei soll dem «Fähri­huisli» neues Leben eingehaucht werden, im Vordergrund steht die Herstellung eines Beckenrieder Whiskys. Über seinen Kollegenkreis sei er zu dieser Mitgliedschaft gekommen, wo es ihm ausgezeichnet gefalle, erzählt Gerold Odermatt. Von seiner Idee, einen eigenen Whisky abzufüllen, sei der Vorstand sofort begeistert gewesen.

Rechtzeitig zum Jubiläum ist der Whisky reif

Abgefüllt wurde am vergangenen Donnerstag ein klarer «Baby-Whisky» mit 64 Volumenprozenten. Die endgültige Farbe und den Geschmack erhält der Whisky durch die Lagerung in einem 120-Liter-Sherry-Eichenfass, zuvor diente dieses Fass zur Lagerung eines Weissweines aus Andalusien. Erwachsen ist der Whisky nach rund dreijähriger Lagerung, im Jahre 2020, wenn die Lälli-Zunft den 100. Geburtstag feiert.

Spontan stellte sich Zunftmitglied Pascal Häller als Fassgötti für dieses ehrenvolle Amt zur Verfügung. Im Jahre 2020 kommt der Whisky in den Verkauf. Da für die erste Abfüllung eines Whiskys in Obwalden und Nidwalden eine Exklusivität besteht, sollten Bestellungen frühzeitig bei ihm getätigt werden, äusserte sich der Dallenwiler Gerold Odermatt schmunzelnd dazu. Mit den Einnahmen könnte ein kleiner Teil der bis anhin getätigten Investitionen getilgt werden.

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