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Nidwalden schafft Netzwerk für Ansprechpartner zu Kinderbetreuung

Gesund sollen Kinder aufwachsen, dank guter Vernetzung. An der Nidwaldner Gesundheits- und Sozialkonferenz fiel dafür der Startschuss.
Matthias Piazza
Stellen, die mit Kindern zu tun haben, sollen sich besser vernetzen, forderte eine Fachfrau an der Konferenz in Stans. (Symboldbild Boris Bürgisser)

Stellen, die mit Kindern zu tun haben, sollen sich besser vernetzen, forderte eine Fachfrau an der Konferenz in Stans. (Symboldbild Boris Bürgisser)

Kein Schulabschluss, eine niedrige oder keine Berufsbildung, Mangel an Vertrautheit mit den hiesigen Kulturen, soziale Isolation, Eltern, die in Trennung leben oder geschieden sind: Viele Faktoren können eine Familie belasten. Besonders hier tue eine frühe Förderung von Kindern durch Institutionen not, sagte Claudia Meier Magistretti, Forschungsleiterin am Institut für Sozialpädagogik und Bildung an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit vor den rund 110 Zuhörern an der diesjährigen Nidwaldner Gesundheits- und Sozialkonferenz. Der Anlass stand unter dem Motto «gesundes Aufwachsen – von Anfang an». Doch gerade Eltern ohne Berufsausbildung, mit tiefem Einkommen, mit Migrationshintergrund, oder eine Mutter, die ihr Kind alleine aufzieht, nutzen Angebote wie etwa die Mütter- und Väterberatung wesentlich weniger als die übrigen Eltern, zitierte sie aus ihrer kürzlich veröffentlichten Studie.

Nun ist man im Kanton nicht untätig geblieben. Es gibt Eltern-Kind-Treffs, Deutsch für Mütter mit Kinderbetreuung, ein Dolmetsch-Angebot in der Mutter-Kind-Abteilung des Kantonsspitals Nidwalden, auch werden Spielgruppen durch die Gemeinden gestärkt, um nur einige Massnahmen zu nennen, welche im Kanton bereits umgesetzt werden. Doch wie erreicht man möglichst viele Eltern? Für Claudia Meier Magistretti ist die Lösung klar. «Schaffen Sie Netzwerke», appellierte sie am Anlass vom vergangenen Mittwoch an die anwesenden Gemeindevertreter und weiteren Entscheidungsträgern.

Alle sollen ins Boot geholt werden

Barbara Etienne Rohrer, Beauftragte für Gesundheitsförderung im Kanton Nidwalden. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 23. Mai 2018))

Barbara Etienne Rohrer, Beauftragte für Gesundheitsförderung im Kanton Nidwalden. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 23. Mai 2018))

Den Worten folgten Taten. Und so wurde noch am selben Nachmittag das Netzwerk gegründet. Es soll alle Organisationen ins Boot holen, die mit Kindern zu tun haben – vom Kinderarzt, über die Hebamme bis zur Mütter-/Väter-Beratung. «Was sich unser Netzwerk genau auf die Fahne schreiben will, werden wir zusammen erarbeiten. An unserem ersten Treffen vom 29. August werden wir erste Pflöcke einschlagen», sagte Barbara Etienne, Abteilungsleiterin Gesundheitsförderung und Integration des Kantons Nidwalden, dazu. Im Idealfall soll es bereits im Herbst eine erste Impulsveranstaltung geben.

In einem weiteren Teil konnten sich die Teilnehmer in fünf verschiedenen Workshops austauschen. Diese drehten sich um Themen wie Qualität und Lücken in der nachgeburtlichen Versorgung oder um die Früherkennung von Kindeswohlgefährdung im Frühbereich.

Barbara Etienne zog ein positives Fazit zur Veranstaltung. «Es ist uns gelungen, Fragen rund um die frühkindliche Förderung gemeinsam zu erörtern – quer durch verschiedenste Instanzen. Das haben mir auch Teilnehmer bestätigt.» Als Haupterkenntnis könne man tatsächlich festhalten, dass eine optimale Vernetzung der verschiedensten Institutionen, die mit Kindern zu tun hätten, erstrebenswert sei.

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