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Schicksal der Klewenalp-Murmeli bewegt – die Facebook-Reaktionen

Aus Tierschutzgründen mussten sieben Murmeltiere, die teils seit Jahren auf der Klewenalp heimisch waren, erschossen werden. Bei den Reaktionen im Netz überwiegen Empörung und Unverständnis.
Emanuel Schüpfer
Ein Bild aus dem Jahr 2011: Stolz präsentieren sich die Murmeli im Gehege. (Bild: PD)

Ein Bild aus dem Jahr 2011: Stolz präsentieren sich die Murmeli im Gehege. (Bild: PD)

Ein neues Gehege brauchte zu viel Platz und Geld, einen anderen Ort fand man für die sieben Tiere nicht. Als Konsequenz liessen die Klewenalpbahnen die Murmeltiere erschiessen. Dies sorgte für ein aufgebrachtes Echo. Auf Facebook häufen sich die Kommentare – eine Auswahl.

Dieser User findet das frühzeitige Ableben der Tiere unnötig und meint, es sei nicht genug für die Murmeli getan worden:

«Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben, diese Murmeltiere am Leben zu lassen! ‹Wo kein Wille ist, ist auch kein Weg.› Die ‹Murmeli› hätten sicher auch gerne noch längere Zeit die Natur genossen!»

Harsche Vorwürfe eines anderen Users: Die Tiere seien bloss instrumentalisiert worden.

«Jahrelang waren die süssen Tiere gut für ihre Werbezwecke und wenn sie zur ‹Last› werden, wird der geringste Weg gewählt und die Tiere einfach ‹entsorgt›!»

Auch das Plakat, mit welchem sich die «Murmeli» verabschiedeten, sorgt für Entrüstung:

«‹Wir sagen Auf Wiedersehen?› Dieses Schild ist blanker Hohn. Wir sehen uns im Himmel oder was?»

Mit diesem Plakat durften sich die Murmeli diesen Sommer verabschieden. (Bilder: PD)

Mit diesem Plakat durften sich die Murmeli diesen Sommer verabschieden. (Bilder: PD)

«Auf dem Plakat hätte einzig das stehen müssen:
‹Hilfe! Wir werden getötet!›
Nicht das bla bla bla...»

Gleich mehrere Nutzer rufen wegen der Tötung der Murmeltiere zum Boykott des beliebten Ausflugsziels auf:

«Echt traurig solche lieben Tiere abzuschiessen. Nächstes Jahr bitte keiner mehr da hoch fahren als Belohnung.»

«Einfach nicht mehr mit der Bahn hoch fahren, da gibt noch viel schönere Gegenden.»

«Kranke Welt! Ich werde nie auf die Klewenalp fahren. Mein Geld wird niemals den Mord finanzieren.»

Für einen anderen User scheint der Zeitpunkt günstig, um für Alternativen zu werben:

«Wer Murmeltiere sehen will, dem rate ich zu einem Besuch bei uns in Saas-Fee. Bei uns leben sie in freier Wildbahn, sind aber sehr an die Menschen gewöhnt und fressen einem sogar aus der Hand.»

Wieder ein anderer Nutzer meint, dass gar kein Platzproblem bestanden hätte:

«Es gibt auch in der Schweiz Familien die zu siebt in einer 4-Zimmer-Wohnung leben und denen fehlt auch nichts.
Klar würden die Murmeli auch mehr Platz bevorzugen, aber es schadet ihnen ja körperlich nicht. Wie den Menschen auch nicht.»

Die Person, welche mit einer Meldung der Zustände das Veterinäramt auf den Plan rief, habe laut diesem User Mitschuld am Tod der Tiere:

«Da muss man doch sagen, dass eine große Verantwortung auch auf der Tierschützerin lastet, die das gemeldet hat…»

Unter den vielen Pro-Murmeli-Kommentaren findet sich auch eine Stimme, die das Problem von einem anderen Standpunkt aus sieht:

«Als man vor 100 Jahren den Bären und den Wolf abgeschossen hat, war es okay. Ironie.»

Und ein User stellt abschliessend fest:

«Wenn ich all diese Kommentare lese, haben sich die verantwortlichen Personen wohl nicht sehr viele Gedanken über die möglichen Reaktionen ihrer Kunden gemacht...»

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