Nidwaldner Schiessanlagen werden aufgerüstet

Der Plan, die sechs bestehenden Schiessanlagen im Kanton Nidwalden durch eine zentrale Anlage zu ersetzen, ist vom Tisch. Der Landrat stimmte mit 41:10 Stimmen einer entsprechenden Motion von Remo Zberg (FDP, Hergiswil) und Peter Scheuber (CVP, Ennetmoos) zu.

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Die Motionäre hatten die Streichung der zentralen Anlage aus dem kantonalen Richtplan verlangt. Dagegen sollen die bestehenden Anlagen mit emissionsfreien Kugelfangsystemen und Lärmschutzmassnahmen aufgerüstet und in den Richtplan aufgenommen werden.

Begründet wurde der Verzicht auf eine neue zentrale 300 Meter Schiessanlage mit den Kosten. Diese würden in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, sagte Peter Scheuber. Sie sei gar nicht finanzierbar, meinte Armin Odermatt (SVP, Oberdorf). René Wallimann (CVP, Dallenwil) hielt dagegen und meinte, die Kosten würden niemals bei 40 Millionen Franken liegen, der Betrag werde viel zu hoch geschätzt, um das Projekt zu bodigen. Auch die Fraktion Grüne/SP plädierte dafür, das Projekt einer zentralen Anlage nochmals genau zu prüfen.

Die Regierung hatte den Verzicht auf eine zentrale Anlage ebenfalls unterstützt. Hingegen wollte sie nicht, dass die dezentralen Anlagen in den Richtplan aufgenommen werden. (unp)