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Schiff ahoi für Nidwaldner Gastgeber

Der Gastroverband Nidwalden begab sich an seiner Generalversammlung auf grosse Seefahrt. Die vier Vorstandsmitglieder stürzten sich in Matrosenuniform.
Kurt Liembd
Der Vorstand von Gastro Nidwalden mit dem Wirte-Seelsorger (von links): Bea Künzle, Toni Durrer, Nathalie Hoffmann, Wirte-Seelsorger Arthur Salcher und Andrea Amstutz. (Bilder: Kurt Liembd (Stansstad, 29. April 2019))

Der Vorstand von Gastro Nidwalden mit dem Wirte-Seelsorger (von links): Bea Künzle, Toni Durrer, Nathalie Hoffmann, Wirte-Seelsorger Arthur Salcher und Andrea Amstutz. (Bilder: Kurt Liembd (Stansstad, 29. April 2019))

«Ladies and Gentlemen, welcome on Board»: Mit diesen Worten begrüsste Nathalie Hoffmann am Montag die rund hundert Wirte, Wirtinnen und Altwirte zur 113. Generalversammlung. Erstmals in der Geschichte von Gastro Nidwalden fand dieser Anlass auf einem fahrenden Schiff statt, weshalb sich der Vorstand in die schönste Matrosenuniform stürzte und beim Einsteigen alle Gäste persönlich begrüsste.

Ein Blick in die Einladung zeigt, dass unter Leitung der neuen Präsidentin viel frischer Wind in den Verband gekehrt ist. Sie verrät einen weltoffenen Geist: «Boarding Time» 14.45 Uhr in Stansstad, «Departure» um 15 Uhr, «GV on Board the Taras» und «Arrival in Buochs» um 16.15 Uhr mit ausgedehntem Apéro in Romy’s Seebeizli. Zum Nachtessen ging es danach zurück auf dem Wasserweg zur «Obermatt» mit Open-End in einer Bar in Stansstad.

Trotzdem gab es etwas Politik

Das Motorschiff «Taras» ist mit 96 Sitzplätzen und 80 Oberdeckplätzen das grösste der Firma Charles Bucher. Die GV im Unterdeck war schnell erledigt. Nach dem Jahresbericht und der Abnahme der Rechnung wurde Nathalie Hoffmann für weitere zwei Jahre als Präsidentin bestätigt.

Der Zufall wollte es, dass bei ihrer Bestätigungswahl das Schiff genau am Seehotel Baumgarten passierte, wo Nathalie Hoffmann am 1. Mai den Sommerbetrieb startet. Wiedergewählt für vier Jahre wurden die Vorstandsmitglieder Beatrice Künzle («Stärne», Stans) und Toni Durrer (Schlüssel, Hergiswil). Alt Landrat Seppi Durrer, seit kurzem Gemeinderat in Wolfenschiessen, erklärte in einer flammenden Rede, weshalb das Referendum gegen das Gastgewerbegesetzt abgelehnt werden müsse. Viel Freude zeigten die Nidwaldner Wirte, als sie die neueste Ausgabe der Publikation «Menu 1» auf dem Schiff erhielten, welche am 1. Mai in alle Haushaltungen gelangt.

Ganz glücklich auf dem Schiff zeigte sich auch Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger. «Geschätzte Kapitäne», begann er seine Begrüssung und überbrachte den Dank und die Grüsse der Regierung. Ganz wohl fühlte sich auch Wirteseelsorger Arthur Salcher, im Hauptberuf Gemeindeleiter seit 2004 in Stansstad. «Ich esse jeden Mittag in einem andern Nidwaldner Restaurant und kenne deshalb fast jede Beiz», verriet Salcher. Als Werkstudent habe er sogar mal einen Servierkurs gemacht und als Kellner gearbeitet, so der Wirte-Seelsorger.

Weltoffen gab sich auch Antonello Contu, Gastgeber des «Seehus» in Hergiswil. In jungen Jahren habe er in den besten Hotels der Welt gearbeitet, unter anderem in Hongkong, Katar, Paris London, München Philadelphia und auf dem Bürgenstock. Womit auch die Frage beantwortet wäre, weshalb Contu so viele Sprachen versteht. Ein Mann von Welt ist auch Sebastian Klink, Direktor der Villa Honegg, der sich unter den Nidwaldner Wirten sehr wohl fühlte. Zu einer Wirte-GV gehört natürlich auch die alte Wirte-Garde mit Leuten wie Ehrenpräsident Urs Emmenegger, Gastro-Papst Herbert Huber oder Walter Amstutz, der legendäre Ex-Wirt des LSE in Stans (heute Cafe Christen).

Auch fast legendär ist Albin Vontavon, der dieses Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum als Gastgeber des Restaurants «Tell am See» in Kehrsiten feiern darf. Neues hatte Jacques Risi aus Hergiswil zu berichten. Bereits am 1. Juni soll sein Restaurant «Brünig» mit einem neuen Pächter nach rund einem Jahr wieder eröffnen. Markus Stöckli, früher Wirt im «Nidair» Ennetbürgen und heute tätig im Gastro-Ausbildungszentrum Luzern, erklärte Risi, dass er als Jugendlicher im «Brünig» wohnte, als er seine Ausbildung im «Belvédère» gleich daneben machte. Ein Fels in der lebendigen Gastrolandschaft und ein wahres Dream-Team bilden Urs und Tilly Zimmermann vom Gasthaus Schützen in Wil, während Josef Lussi aus Beckenried gleich in doppelter Funktion eingeladen war – als Gastgeber mehrere Betriebe sowie als Präsident von Nidwalden Tourismus.

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