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Schiffstation in Buochs braucht weitere Sanierung

Trotz monatelanger Sperrung im vergangenen Frühjahr und Sommer wurde die Schiffstation im Herbst wieder gleich oft genutzt wie im Vorjahr. Doch der Steg bei der Station rostet und muss in den nächsten Jahren allenfalls ganz abgerissen werden.
Franziska Herger
Der vorgelagerte Schiffsteg in Buochs weist Rostschäden auf und muss mittelfristig saniert werden. (Bild: PD)

Der vorgelagerte Schiffsteg in Buochs weist Rostschäden auf und muss mittelfristig saniert werden. (Bild: PD)

Die Schiffstation Buochs hat ein Ausnahmejahr hinter sich: Mitte März musste sie aufgrund grosser Schäden aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Ein Teil der Fundation war eingebrochen und komplett ausgewaschen, wohl verursacht durch den Januar­sturm Burglind. Nach einer Sanierung mithilfe von Tauchern für 146000 Franken legte das erste Schiff erst Mitte August in Buochs an. Bis zum Ende der Herbstsaison am 21. Oktober stiegen in Buochs insgesamt 951 Personen ein oder aus. 2017 waren es im gleichen Zeitraum 970, wie die Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees (SGV) auf Anfrage mitteilt. Werner Lüönd, Leiter Marketing und Sales bei der SGV, führt diesen praktischen Gleichstand auf die gute Kommunikation von Seiten der SGV und der Gemeinde zurück. «Die Leute wussten, dass das Schiff sofort nach der Sanierung wieder fährt.»

«Sechs Halte am Tag wären das absolute Minimum»

In den Sommermonaten legen täglich vier Schiffe in Buochs an, in der Nebensaison nur deren zwei. Josef Barmettler, Geschäftsführer von Tourismus Buochs-Ennetbürgen, hatte im Frühling gegenüber unserer Zeitung die Befürchtung geäussert, die Haltestelle könnte durch die Sperrung «noch mehr aus den Köpfen verschwinden». Dass dem nicht so war, nehme er mit Erleichterung zur Kenntnis. «Es ist ein gutes Zeichen, dass die Leute anscheinend darauf gewartet haben, dass die Schiffe wieder fahren. Ich hoffe, das hält an oder nimmt noch zu.» Trotzdem: «Damit Einheimische und Gäste wissen, dass Schiffe bei uns halten, wären sechs Halte am Tag das absolute Minimum.»

Ein Arbeiter in Tauchermontur bei der Sanierung des Schiffstegs Buochs. (Bild: Matthias Piazza (12. Juli 2018))

Ein Arbeiter in Tauchermontur bei der Sanierung des Schiffstegs Buochs. (Bild: Matthias Piazza (12. Juli 2018))

Auch die Gemeinde macht keinen Hehl daraus, dass sie mit dem heutigen Angebot nicht ganz glücklich ist: «Es ist schade, dass nicht mehr Schiffe Buochs anfahren», sagt Gemeindevizepräsident Werner Zimmermann. «Aber die SGV ist da etwas zurückhaltend.» Aufgrund der heutigen Frequenzen bleibe es auf absehbare Zeit beim jetzigen Fahrplan, hält Werner Lüönd von der SGV fest.

Bevölkerung entscheidet vielleicht schon im Herbst

Auf die Schiffstation kommen derweil weitere Bauarbeiten zu: Wie eine Evaluation bereits 2016 ergab, ist der vorgelagerte Steg in schadhaftem Zustand und muss mittelfristig erneuert werden. «Das Stahlfachwerk weist Rostschäden auf», konkretisiert Werner Zimmermann. 2019 will die Gemeinde Sanierungsvarianten ausarbeiten und die Kosten evaluieren. «Wahrscheinlich ist, dass der Steg abgerissen und neu gebaut werden muss», so Zimmermann. Über die Kosten, die 100000 Franken übersteigen dürften, werde die Gemeindeversammlung im Herbst 2019 oder im Frühling 2020 entscheiden. «Der Steg kann ohne Einschränkungen genutzt werden, daher drängt die Zeit hier weniger als bei den Sofortmassnahmen im vergangenen Sommer», sagt der Gemeindevizepräsident.

Josef Barmettler macht bereits jetzt Werbung für die Sanierung: «Dadurch werden wir auch attraktiver für die SGV, falls es erneut zu Gesprächen über zusätzliche Halte in Buochs kommen sollte.» Mit dem erfolgreichen Campingplatz und der geplanten Busverbindung zwischen Bürgenstock und Ennetbürgen sei dieses Thema noch nicht vom Tisch. «Wir geben die Hoffnung nicht auf.»

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