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Die Wolfenschiesser Schulabgänger sind nun gerüstet

In ihrem Schultheater befassten sich zwei Abschlussklassen von Wolfenschiessen mit der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Entstanden ist ein abwechslungsreiches unterhaltsames Theater mit Tiefgang.
Richard Greuter
Die Schülerinnen und Schüler spielten unter anderem den Schulbetrieb im Jahre 1918 nach. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 27. Juni 2018))

Die Schülerinnen und Schüler spielten unter anderem den Schulbetrieb im Jahre 1918 nach. (Bild: Richard Greuter (Wolfenschiessen, 27. Juni 2018))

Eine Schülerin wird von einer Computerstimme geprüft. Als sie versucht ihre Kreativität in den Vordergrund zu rücken, wurde sie vom Computer abrupt in die Schranken gewiesen und bei weiteren Versuchen bestraft.

Mit dieser volldigitalen Schule wagten die 32 Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Abschlussklassen 3A und 3B der Wolfenschiesser Orientierungsstufe einen kritischen Blick in eine mögliche Zukunft. In ihrem Schultheater befassten sie sich mit dem Thema: «Früher war alles besser – auch die Zukunft!» Etwas später kamen zwei Schüler nach einem kurzen Dialog zum Schluss: «So gut wie heute geht es uns nie mehr.» Eigentlich wäre damit das Kernthema abgehandelt. Doch so einfach wollten es die beiden Abschlussklassen den Zuschauern nicht machen.

Auf einer Haupt- und drei Nebenbühnen zeigten die Schüler in verschiedenen Bildern, wie der Schulbetrieb vor hundert Jahren und heute aussah. Auf der einen Seite eine Schule, wie sie heute betrieben wird. Cool, locker und auch mal mit flotten Sprüchen. Auf der andern Seite ein Schulbetrieb im Jahre 1918, mit fast militärischem Drill, wo Züchtigung und Körperstrafe zum Alltag gehörten. Im hinteren Bereich der Turnhalle war eine kleine Bühne aufgebaut. Dort zeigten zwei Schulschwänzer, dass es im Leben noch etwas anderes als Schulunterricht gibt. Mit Zeitsprüngen zwischen 1918 und 2018 konnten sich die Zuschauer die Unterschiede zwischen alt und neu verfolgen.

Auf der Hauptbühne wurde viel gesungen und musiziert. Aber auch mit sehr viel Witz und Humor Debatten mit und – ähnlich dem Luzerner Duo ohne Rolf – ohne Worte geführt. Selbst ein etwas verstaubter Computerkurs konnten die Zuschauer mitverfolgen. Das Publikum zeigte sich an den zwei Aufführungen vergangenen Mittwoch und Donnerstag begeistert und spendete während den einzelnen Szenen und vor allem am Schluss viel Applaus.

Vertrauensvoll in die Zukunft

Seit drei Jahren wurden die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen 3A und 3B von Marc Pfeiffer und Michelle Freivogel unterrichtet und für die Zukunft vorbereitet. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigte sich Schulleiterin Ursi Truttmann: «Mit dem Erfolg könnt ihr vertrauensvoll in die Zukunft sehen.» Doch allzu verkrampft wollen Najla Mohr und Matiu Berther, die mehrere Hauptrollen belegten, ihre Zukunft nicht angehen. Dazu sagte die 15-jährige Najla: «Es ist wichtig, dass man die Vergangenheit nicht vergisst und sich nicht zu fest auf die Zukunft fokussiert.» Auch der zukünftige Forstwart Matiu fügte nach: «Ich möchte die Zeit, die jetzt ist, geniessen.» Aber auf die Frage, ob denn früher wirklich alles besser war, meinten beide etwas differenziert: «Man war damals freier und weniger abhängig von Medien, Technik und auch von der Mode», sagte Matiu. Najla machte darauf aufmerksam, dass die heutige Zeit vielfältiger ist.

Seit Anfang Jahr laufen die Vorbereitungen für dieses Abschlussprojekt. Sämtliche Lehrer beteiligten sich am Aufbau dieses Schülertheaters. Nach und nach entstand das Theaterprojekt.

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