Lehrperson soll Schüler geschlagen haben – Schule Beckenried reicht Strafanzeige ein und stellt Lehrperson frei

Einer Lehrperson der Schule Beckenried wird vorgeworfen, Schüler geschlagen zu haben. Nun liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft. Die Lehrperson wird bis zum Abschluss der Untersuchungen freigestellt.

Matthias Piazza
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Das Primarschulhaus in Beckenried.

Das Primarschulhaus in Beckenried.

Bild: Corinne Glanzmann (3. November 2010)

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Beckenrieder Lehrerin, der vorgeworfen wird, dass sie Schüler geschlagen haben soll. Auch haben Gemeinderat und Schulkommission einen ausserkantonalen Experten zugezogen, wie der Gemeinderat am Dienstag in einer Medienmitteilung schrieb. «Wir nehmen die Vorwürfe von Eltern sehr ernst. Das Kindswohl steht an oberster Stelle», sagt auf Anfrage Gemeindepräsident Bruno Käslin.

Nach Bekanntwerden erster Vorwürfe entschieden Schulleitung und Schulkommission im Februar, dass die Lehrerin ab Sommer nicht mehr als Klassenlehrerin, sondern nur noch als Fachlehrerin unterrichtet. Nun wird sie bis zum Abschluss dieser Untersuchungen freigestellt.

«Das Vertrauensverhältnis gegenüber der Lehrerin ist spürbar beeinträchtigt. Während die Vorwürfe ungeklärt im Raum stehen, ist eine vorübergehende Freistellung die einzig konsequente Massnahme», sagt Gemeindepräsident Bruno Käslin. «Danach beurteilen wir die Situation neu.»

Im Onlineportal PilatusToday war die Rede, dass in den 15 Jahren, in denen die Lehrerin schon an der Schule Beckenried unterrichtete, schon viele Kinder unter ihren schulischen Methoden gelitten hätten. Dort berichteten Eltern von Ohrfeigen, die ihre Kinder von der Lehrerin kassiert hätten oder von Schlägen mit dem Lineal auf die Finger. Und auch davon, dass das Problem in Beckenried seit Jahren bekannt sei.

Gemeindepräsident Bruno Käslin will zu diesen Details nichts sagen, solange die Untersuchung läuft. «Für die Lehrerin, die sämtliche Vorwürfe bestreitet, gilt die Unschuldsvermutung», hält er fest.

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