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Schulhaus Büren soll fit gemacht werden

Nach einem Vierteljahrhundert zeigen sich Abnutzungserscheinungen beim Schulhaus Büren. Der Schulrat will es für rund 1,5 Millionen Franken sanieren – ohne den Schulbetrieb gross zu beeinträchtigen.
Matthias Piazza
Muss saniert werden: das Schulhaus von Büren. (Bild: Dominik Wunderli, Büren, 23. Mai 2019)

Muss saniert werden: das Schulhaus von Büren. (Bild: Dominik Wunderli, Büren, 23. Mai 2019)

Abnutzungserscheinungen an der Fassade, in den Schulzimmern und an den Haustechnikanlagen: Der Zahn der Zeit nagt am 1993 erbauten Schulhaus in Büren. Für 1,5 Millionen Franken will der Schulrat nun das Schulhaus wieder fit für die nächsten 20 Jahre machen. Die Oberdorfer stimmen am 5. Juni über einen entsprechenden Kredit an der Schulgemeinde ab. Zwar leidet laut Schulrat und Liegenschaftsverantwortlichem Beda Zurkirch der Schulbetrieb nicht darunter, so weit soll es aber auch nicht kommen. «Darum wollen wir jetzt die Sanierungen an die Hand nehmen», sagt er dazu.

Die Massnahmen sollen auch dem Umweltschutz dienen. So isolieren die neuen Fenster viermal besser als die alten, wie es in der Botschaft heisst. Auch die Fensterflügel und Fensterrahmen aus Holz sind durch Witterungseinflüsse abgenutzt und müssen ersetzt werden, ebenso die elektrisch betriebenen Stoffmarkisen, die zum Teil nicht mehr bedienbar sind. Ausgetauscht werden auch die Lüftungsanlagen für die Turnhalle und die Garderoben, die Grundwasserwärmepumpe und die Boiler. Auch diverse Elektroanlagen sollen angepasst oder nachgerüstet werden, insbesondere die Fluchtwegbeleuchtung, die Rauch- und Wärmeabzugsanlage und die Brandfallsteuerung. Die Sanitäranlagen werden auch erneuert.

Müssen jetzt die rund 120 Oberdorfer und Bürer Primarschüler und Kindergärtler für mehrere Monate in ein Containerprovisorium zügeln? Beda Zurkirch beruhigt: «Den Grossteil der Sanierung können wir während der Schulsommerferien 2020 durchführen, schliesslich wird ja an der Raumaufteilung nichts verändert. Und auch die Erdbebensicherheit ist schon gewährleistet.»

Bereits ist eine weitere Idee geplant: die Montage einer Fotovoltaik-Anlage auf dem Schulhausdach. Der Kredit, dessen Höhe noch nicht bekannt ist, soll aber frühestens an der diesjährigen Herbstgemeindeversammlung vorgelegt werden. «Wir müssen erst noch Details klären, wie etwa die Statik», begründet Beda Zurkirch das gestaffelte Vorgehen. Die Rechnung der Schulgemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 18600 Franken ab, dies bei einem Aufwand und Ertrag von je 7,8 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 229  000 Franken. Das bessere Resultat kam durch Mehrerträge bei den Steuererträgen wie auch beim Finanz- und Lastenausgleich zustande, schreibt der Schulrat in der Botschaft.

Um eine Umzonung geht es bei der politischen Gemeinde. Die Unternehmen an der Aawasserstrasse brauchen mehr Raum. Unterstützt von Leo Schallberger AG und der Genossenkorporation Stans als Grundeigentümer hat die Achermann Living AG (Aawasserstrasse 2) ein Gesuch gestellt, die maximale Höhe der Gewerbezone von 14 auf 18 Meter zu erhöhen. Die Oberdorfer stimmen allerdings nicht nur über die Umzonung, sondern auch über eine nicht gütlich erledigte Einwendung eines Bürgers, der an der Riedenstrasse 17 wohnt, ab. Er befürchtet gemäss Botschaft mehr Verkehr, Lärm, Abgase und eine erhöhte Unfallgefahr.

«Für uns ist wichtig, dass der Boden optimal genutzt wird, die Wirtschaft in einem gesunden Rahmen wachsen kann, was Arbeitsplätze generiert», begründet Gemeindepräsidentin Judith Odermatt-Fallegger, warum der Gemeinderat die Aufstockung befürwortet und die Einwendung zur Ablehnung empfiehlt. Sie setzt darauf, dass viele Mitarbeiter mit dem Postauto oder dem Velo zur Arbeit kommen und sich so der Mehrverkehr in Grenzen hält. Es habe ein Mobilitätskonzept nachgewiesen werden müssen.

Im Rahmen der Einwendungsverhandlung wurde seitens Gemeinde geprüft, ob eine Tempo-30-Zone der Situation nützlich wäre. Aber die Rückmeldung von Kanton und Polizei sei eindeutig gewesen. «In Nidwalden wird grundsätzlich auf Tempo-30-Zonen auf verkehrsorientierten Kantonsstrassen verzichtet, wie der Kanton uns auf Anfrage mitteilte», hält Judith Odermatt fest.

Rechnung mit Plus statt Minus

Besser als erwartet schliesst auch die Rechnung der politischen Gemeinde ab. Statt eines kleinen Aufwandüberschusses von 34950 Franken gibt’s ein Plus von 408000 Franken. Begründet wird dies mit dem Kostenbewusstsein der Verantwortlichen und einer entsprechenden Ausgabendisziplin in den Ressorts. Tiefer als erwartet waren die Ausgaben unter anderem beim Unterhalt für Wanderwege, Parkanlagen und Spielplätze, dies, weil im vergangenen Jahr grössere Unwetterereignisse ausblieben. Günstiger als erwartet waren auch die Winterdienstleistungen, wegen des relativ milden Winters 2017/18.

Gemeindeversammlung Oberdorf: Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr, Aula Schulhaus.

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