SCHULWESEN: HarmoS kann hohe Unterrichtsqualität sichern

Ein Infoabend über HarmoS zeigte: Es gibt Ängste vor dem Unbekannten. Doch die Massnahmen haben sich zum Teil schon eingespielt.

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Blick in die Grundstufe in Hergiswil im November 2006. Die Gemeinde sammelt seit vier Jahren Erfahrungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

Blick in die Grundstufe in Hergiswil im November 2006. Die Gemeinde sammelt seit vier Jahren Erfahrungen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue NZ)

«Die Kantone sind nun verpflichtet, ihre unterschiedliche Organisation der Schulen anzugleichen», sagte die Nidwaldner Bildungsdirektorin Beatrice Jann am Donnerstagabend an der gut besuchten Informationsveranstaltung in Stans. Der Bildungsartikel, den die Schweizer 2006 mit 86 Prozent Ja deutlich wie selten befürworteten, beinhaltet dies. Unter anderem gibt er als Ziele vor: Die obligatorische Schulzeit soll, bei einem Schuleintritt mit 4 Jahren, von 9 auf 11 Jahre verlängert werden und 2 Jahre Kindergarten, 6 Jahre Primarschule und 3 Jahre Sekundarschule umfassen. Weiter müssen die Lehrpläne aller Sprachregionen auf einem standardisierten Fachangebot mit gleich viel Lernstoff beruhen, wobei die Unterrichtsqualität einer ständigen Kontrolle unterliegt. Ab dem 5. und 7. Schuljahr werden zwei Fremdsprachen unterrichtet. Eine davon muss eine zweite Landessprache sein.

Voraussichtlicher Start 2010
Neun Kantone haben das Projekt bisher begrüsst, doch in zwei Kantonen ist bereits das Referendum eingereicht worden. Für die Umsetzung von HarmoS braucht es jedoch lediglich zehn zustimmende Kantone. Danach würde das Schulkonkordat von 1970, das empfehlenden Charakter hat, einer entsprechenden Reform unterzogen. «Voraussichtlich 2010 könnten wir mit der sechsjährigen Übergangsfrist von HarmoS starten», wagt Jann eine Lagebeurteilung.

Urs Rüttimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.