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Flugplatz-Schutzverband befindet sich im Sinkflug

Düstere Aussichten prägten die Generalversammlung des Schutzverbandes der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs. Die Überalterung der Mitglieder und ein Mangel an neuen Vorstandsmitgliedern gefährden die Zukunft des Verbands.
Ruedi Wechsler
Ein Flieger beim Landeanflug auf den Flugplatz Buochs. (Bild: Archivbild: Corinne Glanzmann)

Ein Flieger beim Landeanflug auf den Flugplatz Buochs. (Bild: Archivbild: Corinne Glanzmann)

Die dringendsten Themen der diesjährigen Generalversammlung des Flugplatz-Schutzverbandes waren dessen Zukunft und die aktuell öffentlich aufliegenden Dossiers zum Flugplatz Buochs. Nur gerade 16 der nach eigenen Angaben 500 Mitglieder verloren sich im Saal des Hotels Engel in Stans. Im Jahresbericht sprach Präsident Paul Mazenauer von wegweisenden Monaten.

«Wenn bis im Herbst 2019 keine neuen Vorstandsmitglieder gefunden werden, muss der Verein aufgelöst werden». Die bisherige Suche sei ernüchternd verlaufen. Was sind die Gründe? Der demografische Wandel, das Outing zum Fluglärm vieler Bürger in den Neunzigerjahren und die Individualisierung der Gesellschaft. Zusätzlich habe Nidwalden mit den Pilatus Flugzeugwerken eine «spezielle, politische Botschafterin».

Ehemaliger Revisor erhebt schwere Vorwürfe

Der Altersdurchschnitt des noch für ein Jahr gewählten Vorstandes – Paul Mazenauer, Ennetmoos, Josef Blättler, Buochs, Heiner Graafhuis, Meggen und Jürgen Schöllmann, Ennetbürgen – beträgt 72 Jahre. Die meisten Vereinsmitglieder sind heute zwischen 65 und 70 Jahre alt. Weiter meinte Paul Mazenauer, dass wegen der einseitigen Aviatik-Politik im Kanton Nidwalden nicht wenige Bewohner weggezogen seien und der Kanton gute Steuerzahler verloren hätte. «Der Flugplatz darf kein weisser Fleck werden auf der Landkarte. Überall, wo kein Schutzverband vorhanden ist, hat es die Aviatik am Leichtesten», meint der enttäuschte Präsident.

Ferner zeigte sich Paul Mazenauer frustriert über die öffentliche Auflage. Derzeit sind das Umnutzungsgesuch vom Militärflugplatz in ein privates Flugfeld mitsamt Betriebsreglement ebenso einsehbar wie der angepasste Sachplan des Bundes und der revidierte kantonale Richtplan (Ausgabe von gestern). «Was jetzt aufliegt, ist nicht zu toppen und der Bürger ist hoffnungslos überfordert», so sein Kommentar dazu. Da sei zum Beispiel ein Dossier mit 170 Seiten in Englisch über die Bereiche Abflugverfahren und Flugsicherung der Skyguide dabei.

Paul Mazenauer sieht in Zukunft eine grundlegende Veränderung im Flottenmix. Im Bezug auf das Jetgeschäft der Pilatus Flugzeugwerke werde sich die Immissionscharakteristik erheblich verändern. Wie es auf dem Bürgenstock-Resort und den entsprechenden Flugbewegungen weitergehe, könne niemand voraussagen. «Ich kann nicht verstehen, dass solch eine Perle an das Ausland verkauft wurde.»

Einen unschönen Abgang provozierte der ehemalige Revisor des Verbands: Sepp Wyrsch gab den sofortigen Rücktritt und deckte Mazenauer mit Vorwürfen ein. Er habe es verpasst, junge Vorstandsmitglieder einzubinden und nicht korrekt und zeitgemäss orientiert. Ein Präsident dürfe nicht nur destruktiv handeln und der Schutzverband sei zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Ein Versammlungsteilnehmer gab sogleich Gegensteuer: «Ein solcher Hagel an Undankbarkeit zu widerfahren, bedaure ich sehr». Er zollte dem ganzen Vorstand für den enormen Aufwand in den vergangenen Jahren Respekt.

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