Schutzverband kritisiert Regierung scharf

Der Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Buochs (SBFB) ist mit dem Grundlagenpapier der Regierung zur Zukunft des Flugplatzes nicht einverstanden. Es sei überrissen und angestrebt werde ein Regionalflugplatz Zentralschweiz.

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Blick durch den Zaun auf den bestehenden Flugplatz-Tower. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Blick durch den Zaun auf den bestehenden Flugplatz-Tower. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

In einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt der SFFB von einem «massiv überladenen Weihnachtswunschzettel der Aviatiklobby». Angesichts des überdimensionierten Vorhabens seien die geschätzten Investitionen von 15 bis 25 Mio. Franken wohl zu tief bemessen. Die Nidwaldner Regierung hatte am 14. Dezember ein Papier zum Flugplatz Buochs vorgestellt.

Die maximale Obergrenze von jährlich 20'000 Flugbewegungen ist nach Ansicht des Schutzverbandes eine Beruhigungspille für die vom Lärm geplagte Bevölkerung. Das Grundlagenpapier deute - «als krönendes Finale des schleichenden Ausbauprozesses» - auf eine Konzessionierung als Regionalflugplatz Zentralschweiz hin.

Laut dem Grundlagenpapier der Nidwaldner Regierung soll konzentriert und die Zahl der Rollwege wo möglich reduziert werden. Mittel- bis langfristig sind Investitionen von 15 bis 25 Mio. Franken vorgesehen. Neben dem Flugplatzgelände soll Bauland für die Ansiedlung von Betrieben bereitgestellt werden.

Die Flächen des Militärflugplatzes, die vom Bund zum Verkauf freigegeben werden, können von den Korporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans erworben werden. Sie sollen dem Kanton dann die für den Flugplatz nötigen Bau- und Nutzungsrechte erteilen. Der Kanton wiederum tritt die Rechte an eine Betriebsgesellschaft ab.

sda