Seefeld wird vorläufig nicht zum Flussbett

Das Aa-Delta in Buochs wird vorläufig nicht zur ökologischen Ausgleichsfläche für den Flugplatz Buochs. Zuerst sollen noch andere Möglichkeiten geprüft und dem Bundesamt für Umwelt unterbreitet werden.

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Regenbogen über dem Seefeld Buochs. (Bild: Leserbild Walter Wirz)

Regenbogen über dem Seefeld Buochs. (Bild: Leserbild Walter Wirz)

Vorläufig bleibt das Seefeld Buochs so, wie es ist. Die Nidwaldner Regierung hat die Pläne sistiert, das Seefeld und das Aa-Delta zu ökologischen Ausgleichsflächen für den Flugplatz Buochs zu machen. Die Interessengemeinschaft Pro Seefeld Buochs wehrte sich damit vorerst erfolgreich gegen den Verlust des beliebten Naherholungsgebietes beim Seefeld, das durch eine Deltaöffnung verschwinden würde.

Andere Möglichkeiten Prüfen

Bei einem Treffen zwischen dem Nidwaldner Baudirektor Hans Wicki mit Vertretern des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und der betroffenen Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans konnten laut Mitteilung der Staatskanzlei Nidwalden offene Fragen zum ökologischen Ausgleich geklärt werden.

Dabei wurde beschlossen, dass die weitere Bearbeitung des Delta-Projektes vorläufig auf Eis gelegt wird. Die kantonale Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz wird zusammen mit Vertretern der Korporationen verschiedene andere Möglichkeiten prüfen und dem BAFU noch diesen Herbst neue Vorschläge unterbreiten.

So könnte der Ausgleich auch durch eine extensivere Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen erfolgen, wobei die Bewirtschafter entsprechende Abgeltungen erhalten würden. Ebenso sei eine neue, naturnahe Gestaltung von Flächen möglich.

Ökologischer Ausgleich ist zwingend

Beim Gespräch zeigten die Vertreter der Bundesämter auf, dass sowohl für den zukünftig geplanten Flugplatz wie auch für den heutigen Betrieb zwingend ein ökologischer Ausgleich zu erbringen ist. Künftige Gesuche für eine Betriebsbewilligung würden nur dann genehmigt, wenn ein ökologischer Ausgleich nachweisbar sichergestellt sei. Dieser Ausgleich solle primär innerhalb des Flugplatzes realisiert werden. In Ausnahmefällen können Massnahmen angerechnet werden, die innerhalb des betroffenen Landschaftsraumes
erfolgen – im vorliegenden Fall also zwischen Stans, Ennetbürgen und Buochs.

pd/bep