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Holzbau Kayser: Seit 45 Jahren ist er fasziniert von Holz

Dreiviertel seines Lebens hat Ueli Kaiser beim gleichen Arbeitgeber verbracht. Als Autodidakt hat der Zimmermann die Entwicklung der Sparte Holzbau bei der Holzbau Kayser AG massgeblich mitgeprägt.
Beat Christen
Ueli Kaiser kann auf eine ereignisreiche Karriere zurückblicken. (Bild: Beat Christen (Oberdorf, 17. August 2018))

Ueli Kaiser kann auf eine ereignisreiche Karriere zurückblicken. (Bild: Beat Christen (Oberdorf, 17. August 2018))

Der Duft von frisch gesägtem Holz liegt in der Luft. Für den in wenigen Tagen 60 Jahre alt werdenden Ueli Kaiser ist dieser Duft Alltag. Und dies seit nunmehr 45 Jahren. Der Beginn der Ausbildung zum Zimmermann war für den Oberdörfler gleichbedeutend mit dem Start in eine aussergewöhnliche Berufslaufbahn. Die Arbeit mit Holz und die vielfach damit verbundene Arbeit im Freien war das, was für Ueli Kaiser auch heute noch die Faszination des Zimmermanns ausmacht. «Daran hat sich nichts geändert, auch wenn ich heute den grösseren Teil meiner Arbeitszeit im Büro verbringe.»

Die Arbeit im Büro ist nichts anderes als die logische Konsequenz seiner Karriere. Wenn Ueli Kaiser heute im Betrieb der Firma Holzbau Kayser AG in Oberdorf als Technik- und EDV-Profi gilt, dann ist dies das Ergebnis von beharrlichem Selbststudium. Schon früh begann er, sich für neue Abbundtechniken zu interessieren, auch wenn er nie eine Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Polier besuchte. Dies wohl auch deshalb, weil er als erfolgreicher Seilzieher, Coach und langjähriger Präsident vom Seilziehclub Stans-Oberdorf viel Zeit in den Sport investierte. Doch dies hielt ihn nicht davon ab, auch im Beruf Stärke zu zeigen. «Die Mitarbeiter haben sehr schnell festgestellt, dass Ueli ein praktisch denkender Mensch mit einem enormen Fachwissen ist», erinnert sich Othmar Kayser, einst selbst Lehrling bei Ueli Kaiser, heute Delegierter des Verwaltungsrates, der während seiner Ausbildung wie die anderen weit über 100 Lehrlinge von Ueli Kaisers Erfahrungsschatz profitieren konnte.

Fokus stets nach vorne gerichtet

Dass Ueli Kaiser während Jahren der eigentliche Kopf der Holzbau-Mannschaft war, hat gemäss Othmar Kayser viel damit zu tun, «dass sein Fokus stets nach vorne gerichtet war. Ihn interessierte viel mehr, wohin der Weg für den Holzbau führte.» Als vor rund 30 Jahren die ersten Computerprogramme für den Holzbau für Furore sorgten, fand diese Entwicklung beim Autodidakten Kaiser offene Türen. «Mir war von allem Anfang an klar, dass dies die Zukunft unseres Berufsstandes ist.» Die während Jahren auf den verschiedensten Baustellen gesammelten Erfahrungen erwiesen sich in der Folge als Vorteil. Als die Holzbau Kayser AG im Jahr 2000 das erste grosse Abbund-Center im Kanton Nidwalden anschaffte, trug dessen Ausstattung die Handschrift von Ueli Kaiser. Dies trifft auch auf das vor zwei Jahren mit neuen technischen Möglichkeiten ausgestattete Abbund-Center zu, welches zur Optimierung der Arbeitsabläufe erworben wurde.

Geht Ueli Kaiser heute durch die grosse Werkhalle der Holzbau Kayser AG, genügt ein Blick von ihm auf einen der beiden Computerbildschirme und er weiss sofort, welcher Auftrag aktuell ausgeführt wird. Nicht ohne stolz zeigt er dabei auf eine komplizierte Verbindung, «die man früher so nicht, oder dann unter enormem zeitlichen Aufwand, gemacht hätte. Die ganze EDV-gesteuerte Anlage ist ein echter Gewinn.»

Alleine schon als Autodidakt gehört Ueli Kaiser einem besonderen Menschenschlag an. Kommt hinzu, dass er während seines ganzen beruflichen Werdeganges seinem einstigen Lehrbetrieb die Treue gehalten hat. «Dies wohl auch deshalb, weil sich das Unternehmen gegenüber neuen Trends nie verschlossen hat. Und ich durfte in den vergangenen 45 Jahren viele spannende Projekte realisieren.» Die Rekonstruktion vom Dachstuhl des Winkelriedhauses beispielsweise oder der Anbau der Rugghubelhütte ob Engelberg.

«Freue mich auf möglichst viele Herausforderungen»

Und da wäre noch der Aufbau von zwei Spitälern in der nordarmenischen Stadt Spitak. Aufgrund des Ausmasses eines verheerenden Erdbebens war dies das erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg, dass die damalige Sowjetunion den Westen um humanitäre Hilfe gebeten hatte. In der Werkhalle der Holzbau Kayser AG wurden die Objekte abgebunden, in Container verpackt und nach Armenien verfrachtet. Für Ueli Kaiser ist dies rückblickend «ein unglaubliches Projekt, verbunden mit vielen schönen Erinnerungen.» Sagt es und blickt dabei bereits wieder nach vorne mit der Bemerkung: «Ich freue mich in den kommenden Jahren noch auf möglichst viele neue Herausforderungen.»

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