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Shem Thomas gibt 168. Konzert in Beckenried

Ein aufmerksames Publikum ist in der Ermitage in den Genuss von Shem Thomas’ 168. Konzert gekommen. Es war schon vor zwei Wochen ausverkauft.
Shem Thomas zog das Publikum in der Ermitage in seinen Bann. (Bilder: Marc Riesen (Beckenried, 26. Oktober 2018))

Shem Thomas zog das Publikum in der Ermitage in seinen Bann. (Bilder: Marc Riesen (Beckenried, 26. Oktober 2018))

Die Gitarre ist umgehängt, der schwarze Hut sitzt. Shem Thomas betritt die Bühne. Es mag sein, dass anfangs Konzert einigen Besucher «das Füfzgi noch nicht runtergefallen ist», wer da vorne eigentlich musiziert, performt und komödiert. Spätestens nach der Pause des knapp zweistündigen Solo-Konzertes, als Shem Thomas «Crossroads» singt, erinnern sich wohl alle der rund 100 Besucher in der Beckenrieder Ermitage, dass sie ihn von der Casting-Show «The Voice of Switzerland» kennen.

In dieser wurde der Musiker 2014 Zweiter und landete mit «Crossroads» auf Platz eins der Schweizer Hitparade. Sein Leben habe sich damals um 180 Grad geändert, sein Traum, von der Musik zu leben, sei wahr geworden, erzählt der Autodidakt aus Diepoldsau im Rheintal.

Bis nach Gersau soll man das Publikum hören

Schnell schaffte Shem Thomas am vergangenen Freitag den Kontakt zum mehrheitlich einheimischen Publikum, etwa als er in der Begrüssung in breitem Diepoldsauer-Dialekt erklärte, dass er nicht ganz «elue» – allein – nach Beckenried gekommen sei, sondern noch sein Schlagzeug, den Boss RC-300, mitgebracht habe. Damit nahm er während des gesamten Konzertabends gekonnt Loops auf, welche ihn dann beatbox-artig, mit Gitarrenakkorden oder gar zweistimmig begleiteten. Immer wieder animierte er die Zuhörer erfolgreich, Gesangspartien zu übernehmen. Sang das Publikum zaghaft, rief er schelmisch: «Bis nach Gersau soll man euch hören!»

Sandra Gander vom Freiwilligen-Team der Ermitage hatte den Anlass organisiert und freute sich über das gemischte Publikum und den berührenden Entertainer. Shem Thomas habe sie nach ihrer Anfrage innerhalb von zwei Stunden persönlich zurückgerufen. Die bodenständige und unkomplizierte Art schien an diesem Abend immer wieder durch.

Barbara Schuler aus Wolfenschiessen war begeistert vom Auftritt. Der Singer-Songwriter wirke «total authentisch», er «geht ins Herz», «er singt’s nicht nur, er ist es», schwärmte sie und kaufte sich Ende Konzert prompt eine CD. Dominique und Myriam Notz aus Küssnacht am Rigi hatten Shem Thomas bereits einmal als Vorgruppe live gehört. Ihnen gefällt die peppige Mixtur, seine einzigartige Stimme, die erfrischend-sympathische Art und auch das familiär-heimelige Ambiente.

Ob wieder oder neu entdeckt, Shem Thomas zog das Beckenrieder Publikum in den Bann mit seinen poppigen, mal reggae-artigen, mal rappigen Songs, mit seinen da fliessend sanften, dort schrammig-lauten Gitarrentönen, mit seiner voller Klangfarben strotzenden Stimme, mit wunderbar erzählenden Crescendi und tiefgründigen Texten mitten aus dem Leben. Man darf gespannt sein auf seine neuen Songs, welche – so viel sei verraten – auch urbanere und gar elektronische Elemente enthalten werden.

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