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Nidwaldner Schulkinder haben Spass am Tüfteln

Einmal mehr haben sich rund 150 Schülerinnen und Schüler ins Zeug gelegt: 15 kreative Projekte reichten sie für den Mint-Preis ein. Am Montag wurden die jungen Forscher und Tüftler ausgezeichnet.
Philipp Unterschütz
Anna und Fabio demonstrieren ihr Tauchgerät, das zwar noch nicht «serienreif» ist. (Bild: Philipp Unterschütz, Stans, 25. Juni 2018)

Anna und Fabio demonstrieren ihr Tauchgerät, das zwar noch nicht «serienreif» ist. (Bild: Philipp Unterschütz, Stans, 25. Juni 2018)

Vom tanzenden Discoroboter über eine Sonnenbrille aus Holz bis zum Phänomen des Kiribaums – die Bandbreite der Projekte, die Nidwaldner Kindergärtner und Schüler für den Mint-Preis eingereicht haben, ist gross. «Es ist jedes Jahr aufs Neue interessant und faszinierend, was für kreative Ideen eingehen», freute sich denn auch Bildungsdirektor Res Schmid, der gestern in den Pilatus Flugzeugwerken die Preise bereits zum vierten Mal überreichen konnte.

15 Projekte hatte die Jury, gestellt von der Nidwaldner Bildungskommission, zu bewerten – 6 wurden ausgezeichnet. «Obwohl es wenigere Projekte sind als letztes Jahr mit 24, hatten wir insgesamt aber mit gut 150 Schülerinnen und Schülern, die mitgemacht haben, mehr Teilnehmer. Es sind auch ganze Klassenprojekte eingereicht worden», sagte Patrick Meier, Vorsteher des Amts für Volksschulen und Sport. Mehr als die Hälfte aller Gemeindeschulen seien inzwischen am Wettbewerb beteiligt.

«Wir möchten den Mint-Preis gerne auch ausweiten», erklärte Res Schmid am Rand der Veranstaltung. Man habe deshalb auch bereits mit anderen Zentralschweizer Kantonen Kontakt aufgenommen. Insbesondere Uri sei interessiert. Es gebe zudem auch weitere Unternehmen, die den Mint-Preis gerne unterstützen würden.

Zwei Preisträger lernen heute bei Pilatus

Mit dem Mint-Preis werden Arbeiten zum Thema Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ausgezeichnet. Weil gerade in diesem Bereich grosser Bedarf an künftigen Berufsleuten herrscht, motivierte Res Schmid dazu, gemeinsam zu bauen, zu forschen und zu tüfteln. «Ihr sollt merken, was ihr alles könnt. Vielleicht wird das ja später sogar einmal zu eurem Beruf.» Tatsächlich hat der Wettbewerb für die Pilatus Flugzeugwerke, die den Mint-Preis massgeblich unterstützen, gewisse Früchte getragen. «Es gehen heute bereits zwei Preisträger aus den vergangenen beiden Jahren bei uns in die Lehre», freut sich Personalchef Kurt Bucher. Dass aber auch noch so motivierten Forschern nicht alles im ersten Anlauf gelingt, mussten beispielsweise Anna und Fabio (beide 12-jährig) aus Buochs erkennen. Ihr Projekt «Fanas Tauchgerät», mit dem sie Wasser in die Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff zerlegten, funktioniert erst in der Theorie. «Wir forschen aber weiter», sagten beide überzeugt. Der 12-jährige Buochser Conner dagegen liess seinen Discoroboter erfolgreich tanzen. Zufrieden ist aber auch er noch nicht. «Ich werde ihn noch weiter verbessern.» Beruflich möchte Conner einmal in die Fussstapfen seines Grossvaters und Vaters treten, beides Ingenieure.

Seine Berufswahl bereits getroffen hat dagegen der 15-jährige Justin. Im Sommer beginnt er seine Lehre als Schreiner – sein prämiertes Projekt befasst sich denn auch mit Holz. Genauer gesagt mit dem Phänomen des Kiribaumes. Das schnelle Wachstum der Pflanze und ihr ökologischer Nutzen haben es Justin angetan (wir berichteten bereits über seine Abschlussarbeit). «Ich probiere den Baum nun selber zu züchten, dann hätte ich in wenigen Jahren genug Holz für eigene Projekte. Meine Idee möchte ich dann patentieren lassen», sagte der junge Forscher.

Am Montag wurden bei den Pilatus-Flugzeugwerken in Stans die Mint-Preise 2018 vergeben. Bildungsdirektor Res Schmid (Mitte) zeichnet die Klasse 3 ORS Buochs für ihr Projekt Ökoschule aus. Links dahinter Kurt Bucher, Personalchef der Pilatus-Flugzeugwerke.
Der Kindergarten 1 e Buochs, der sich mit dem Backen von Brot befasst hat, kam stilgerecht mit Kochmützen zur Preisverleihung.
Pilatus Personalchef Kurt Bucher zeichnet die Buochser Anna Käppeli und Fabio Mathis für ihr Projekt Fanas Tauchgerät aus.
Fanas Tauchgerät hat zwar noch so seine Tücken - aber Anna und Fabio wollen daran weiter tüfteln.
Conner Maeder aus Buochs erhielt einen Mint-Preis für seinen tanzenden Discoroboter.
Justin Joel Flüeler aus Stansstad wurde für seine Arbeit über das Phänomen Kiribaum ausgezeichnet.
Bildungsdirektor Res Schmid mit einem Windrad. Eines von etlichen weiteren kreativen Projekten, das aber nicht ausgezeichnet wurde.
Zum Schluss gab es noch die Fotosession vor einem Flugzeug von Pilatus. Kindergarten 1e Buochs.
Klasse 3 ORS Buochs, deren Projekt «Ökoschule» ebenfalls einen Mint-Preis erhielt.
9 Bilder

Mint-Preis: Junge Forscher und Tüftler für kreative Projekte ausgezeichnet.

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