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Sie sind in Nidwalden beim Sterben da

In 84 Sitzwachen begleiteten vergangenes Jahr 23 Begleiter Menschen in Nidwalden in ihrer letzten Lebens­­phase.
Thomas Vaszary
Der Vorstand (von links): Mary Truninger, Hanna Baumann, Christina Zenhäusern (Präsidentin) und Christine Dübendorfer. (Bild: Robert Fischlin)

Der Vorstand (von links): Mary Truninger, Hanna Baumann, Christina Zenhäusern (Präsidentin) und Christine Dübendorfer. (Bild: Robert Fischlin)

Sterben in Würde und Geborgenheit ist das Bedürfnis aller Menschen. Der konfessionslose Verein Begleitgruppe von schwerkranken und sterbenden Menschen im Kanton Nidwalden unterstützt mit den Sitznachtwachen auch Angehörige in dieser intensiven Zeit des Abschiednehmens, in der Regel von 22 Uhr abends bis 5 Uhr früh. Vergangenes Jahr tat er dies 84-mal – 57-mal in Pflegeinstitutionen, 10-mal im Kantonsspital und 17-mal zu Hause.

Die Freiwilligen taten das kostenlos. Um ihnen eine kleine pauschale Entschädigung pro Nachtwache bezahlen zu können, benötigt der Verein finanzielle Unterstützung in Form von Einzel- oder Kollektivmitgliedschaften sowie Spenden.

Im Verein ist derzeit auch ein Generationenwechsel im Gang. Sechs Begleiterinnen traten nach teils langjährigem Wirken zurück, darunter auch Hanna Baumann-Bründler (72) aus Hergiswil, die seit vielen Jahren Sterbende begleitet und sich seit 2013 im Vorstand um die Finanzen und das Sekretariat kümmert. Die Versammlung wählte als Nachfolgerin Mary Truninger (64) aus Fürigen. Die frisch Pensionierte bringt viel Erfahrung aus der Wirtschaft mit, zuletzt als Sekretärin Bereich Werkstätte der Stiftung Weidli Stans.

Bestätigt wurden ebenfalls einstimmig: Christine Dübendorfer-Fischlin (48), diplomierte Sterbe- und Trauerbegleiterin aus Oberdorf, als Vorstandsmitglied für Einsatzkoordination und Weiterbildung, und Christina Zenhäusern-Lussi (52), Pflegefachfrau und Erwachsenenbildnerin, als Präsidentin. Jahresbericht, Rechnung und Revisorinnenbericht wurden einstimmig angenommen.

Sterbebegleiterinnen und -begleiter, die zehn Jahre mitgewirkt haben, sollen neu die Ehrenmitgliedschaft erhalten und bei den Vereinstreffen dabeibleiben, damit der Erfahrungstransfer zum bestehenden Team und zum Nachwuchs gewährleistet ist. Freiwilligenarbeit und Nachwuchs bleiben ein wichtiges Thema für den Verein, auch für das Ende 2019 eröffnende Hospiz Zentralschweiz in Littau, das auch von Nidwalden aus unterstützt wird. (pd)

Jahresberichte und GV-Protokolle sind auf der Website veröffentlicht.

Beiträge bleiben gleich

Die Beiträge für die Mitglieder bleiben gleich wie bisher. Dies beschloss die Generalversammlung des Vereins Begleitgruppe von schwerkranken und sterbenden Menschen im Kanton Nidwalden. Die Einzelmitgliedschaft beträgt 30 Franken, juristische Personen bezahlen 100 Franken und Kollektivmitglieder je nach Grösse 200 bis 500 Franken.

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