Skepsis gegenüber Gewässerrevitalisierungen

Der Nidwaldner Landrat tritt bei Gewässerrevitalisierungen auf die Bremse. Er hat am Mittwoch einen Rahmenkredit halbiert, dies weil bei Bachöffnungen zu viel Fruchtfolgeflächen verloren gingen.

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Der Buolzbach bei Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Der Buolzbach bei Wolfenschiessen. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue NZ)

Das Parlament fällte den Entscheid bei den zehn neuen Programmvereinbarungen, die Nidwalden mit dem Bund in den Gebieten Umwelt und Regionalpolitik für die Jahre 2012 bis 2015 abschloss. Brutto ging es bei den zehn Vereinbarungen um einen Betrag von total rund 30 Millionen Franken.

Umstritten war im Rat der Teilkredit für die Revitalisierung von Gewässern. Landwirte kritisierten, dass bei Bachöffnungen Fruchtfolgefläche verloren gehe. Zudem sei der Unterhalt der revitalisierten Fliessgewässer teuer.

Die Revitalisierung solle deshalb auf Projekte für den Hochwasserschutz beschränkt werden, forderte Walter Odermatt (SVP). Er beantragte den beantragten Betrag von 2,16 Millionen Franken zu halbieren.

Baudirektor Hans Wicki warnte vor dieser Massnahme. Finanziell Leidtragende würden die Gemeinden sein, sagte er. Der Rat folgte ihm aber nicht und beschloss mit 32 zu 21 Stimmen die Halbierung des Kredits.

sda