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SKI ALPIN: Bündner profitiert an Schweizer Meisterschaft auf Klewenalp von Einfädler

Von den zwei geplanten nationalen Junioren-Slaloms auf Klewenalp konnte nur das Rennen vom Samstag ausgetragen werden. Joel Lütolf verpasste den Schweizer-Meister-Titel mit viel Pech. Generell hingen die Trauben für den einheimischen Nachwuchs hoch.
Fadri Janutin auf dem Weg zum nationalen U18-Titel. (Bild: Max Kraut (Klewenalp, 17. März 2018))

Fadri Janutin auf dem Weg zum nationalen U18-Titel. (Bild: Max Kraut (Klewenalp, 17. März 2018))

Die im Rahmen des Junior-­ FIS-Slaloms ausgetragene U18-Schweizer-Meisterschaft brachte ein spannendes Duell zwischen dem Zentralschweizer Joel Lütolf und dem Bündner Fadri Janutin. Schliesslich hatte der für Bannalp Wolfenschiessen startende Lütolf die Nase um einige Hundertstel vorn. Wegen eines Einfädlers wurde er aber disqualifiziert. «Ich fuhr mit der Skispitze auf eine Torstange, dann ging alles sehr schnell. Die Disqualifikation muss ich akzeptieren, das ist okay.» Sein Saisonziel, den Aufstieg ins C-Kader, hat er noch nicht erreicht, er bleibt aber zuversichtlich. «Ein vierter Rang im nächsten Swiss-Cup-Slalom würde mir genügen, um den Swiss-Cup zu gewinnen, was automatisch den Aufstieg bedeutet.»

Auf dem ersten Zwischenrang steht momentan der Bündner Fadri Janutin. Als Zweiter hinter dem Tagessieger Benoit Fumeaux aus Bagnes gewann er den U18-Titel. Silber ging an Gianluca Böhm aus Pontresina, Bronze an Nick Spörri aus Bühler.

Janutins Ziel ist ebenfalls der Aufstieg ins C-Kader. «Aber ich fühle mich momentan sehr müde, die lange Saison laugt aus.» Der 18-Jährige aus Landquart besucht keine Sportschule, sondern absolviert eine Dach­deckerlehre. Und in einigen ­Wochen steht die Lehrabschlussprüfung an. «Zum Glück ist im Winter im Geschäft etwas weniger los, zudem ist mein Chef sehr grosszügig und flexibel», ergänzt das Mitglied des Skiclubs Obersaxen. Natürlich ist der Weltcup auch für Janutin ein Traumziel. Aber für ihn ist klar: «Ich möchte so lange wie möglich auf meinem Beruf arbeiten, um meine Eltern finanziell zu entlasten.»

Yannick Bissig ist bester Innerschweizer

Für den einheimischen Nachwuchs hingen die Trauben hoch. Die Absenzen von Marco Odermatt (Weltcup-Finale), Semyel Bissig (Europacup) und Yannick Chabloz (verletzt), die alle noch im Juniorenalter stehen, wogen schwer. Das beste Resultat aus Zentralschweizer Sicht lieferte Yannick Bissig vom SC Andermatt.

Der in der Nacht gefallene Neuschnee setzte der Rennpiste arg zu. Trotz des grossen Einsatzes der Helferinnen und Helfer vom Nidwaldner Skiverband unter Hans Gallati musste der zweite Slalom schliesslich abgesagt werden. Ein faires Rennen wäre nicht möglich gewesen. Trotzdem ist Fritz Züger (mit 41 Jahren Trainertätigkeit wohl der dienstälteste Trainer der Schweiz) voll des Lobes. Der ehemalige Erfolgstrainer (von Von Grünigen, Kälin, Accola, Locher) mit 23 Weltcup-Podesten in Folge im Riesenslalom betreut heute den Bündner Nachwuchs. «Ich komme immer gerne in die Innerschweiz, hier lebt der Sport, spürt man die Begeisterung der Helferinnen und Helfer, genauso wie übrigens auch im Schwingsport», verteilt er Komplimente.

Diese Begeisterung kann Züger hoffentlich auch am Dienstag wieder erleben, wenn die Frauen zu ihrem FIS-Slalom starten. Das Rennen von heute Montag wurde abgesagt. (pd)

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