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So gelingt die Abkühlung in der grossen Hitzezeit

Es bleibt die nächsten Tage heiss, und der erfrischende Regen lässt auf sich warten. Abkühlung ist aber vielerorts möglich, ohne lange Wege zu machen. Wir geben Ihnen ein paar Tipps dazu.
Markus von Rotz
Zwei junge Männer springen in den erfrischenden Vierwaldstättersee. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (Beckenried, 20. Juli 2018))

Zwei junge Männer springen in den erfrischenden Vierwaldstättersee. (Bild: Keystone/Urs Flüeler (Beckenried, 20. Juli 2018))

25 Grad im Vierwaldstättersee, je 24 Grad im Sarner- und im Lungernsee: Das sind die aktuellen Wassertemperaturen vom Donnerstag– eine Erfrischung ist auch das nurmehr bedingt. Aber der Zustrom in die Badis zeigt, dass auch das von den Gästen geschätzt wird.

Was bleibt in dieser Situation, wenn man «garantierte» Abkühlung will? Oft liegt die Lösung darin, in die Höhe auszuweichen. Noch war es in den vergangenen Tagen auf den Bergen in Ob- und Nidwalden einigermassen angenehm. Gestern beispielsweise 8 Grad auf dem Titlis, 20 Grad auf Melchsee-Frutt und 18 Grad auf dem Pilatus. Für die nächsten Tage ist es angebracht, wenn man nicht schon wieder am Arbeitsplatz sein muss, Erfrischung in der Höhe zu suchen. Die Meteorologen sehen vorerst kaum Abkühlung oder grossen Regen. Für die Zeit vom 9. bis 15. August schreibt Meteo Schweiz: «Weiterhin Hochdruckgebiet über dem Atlantik, nordwestliche Höhenströmung über den Alpen. Meist sonniges Wetter, jeweils gegen Abend und vor allem über den Bergen erhöhte Neigung zu Schauern oder Gewittern. Temperatur über dem für die Jahreszeit üblichen Mittel.»

Hängebrücke in der Schlucht

Steinmanndli in der Aaschlucht zwischen Grafenort und Engelberg. (Bild Markus von Rotz)

Steinmanndli in der Aaschlucht zwischen Grafenort und Engelberg. (Bild Markus von Rotz)


Zwischen riesigen verkeilten Felsblöcken suchen sich die normalerweise tosenden Wassermassen ihren Weg ins Tal – die Rede ist von der Aaschlucht zwischen Grafenort und Engelberg, die auch im Sommer wenig Sonne bekommt und darum ein erfrischender Wanderplatz ist. Der Weg führt über Stein-, Metall- oder Hängebrücken. Der Einstieg erfolgt in der Nähe des Eugenisees oder, wenn man von unten kommt, nach der ZB-Haltestelle Grafenort. In etwas mehr als zwei Stunden ist der Weg zu bewältigen. Ideal mit der Zentralbahn kombinierbar. Ein Rastplatz und Steinmanndli und andere Figuren mitten im moosigen Wald laden zum Verweilen und Staunen ein.

Im kühlen Festungsmuseum

Die beiden alten Kanonen waren und bleiben auch im neu konzipierten Museum das Herzstück der Ausstellung. (Bild Romano Cuonz)

Die beiden alten Kanonen waren und bleiben auch im neu konzipierten Museum das Herzstück der Ausstellung. (Bild Romano Cuonz)


10 bis 12 Grad kühl ist es in den Felskammern der Festung Fürigen. Die 1941/42 gebaute Festung ist seit 1991 Teil des Nidwaldner Museums. Schlafsaal, Küche, Geschützräume, Munitionsdepot und Krankenstation sind im Originalzustand eingerichtet. Das Museum ist bis 28. Oktober samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr offen. Zuweilen gibt es Führungen, wie an diesem Sonntag um 11 Uhr. Die neu konzipierte Ausstellung thematisiert mit Blick auf die Festung und ihr Abwehrkonzept die gesellschaftlichen Entwicklungen der Region und zeigt Leben und Alltag der Männer, die dort bis in die 1980er-Jahre Dienst leisteten. Ein Rundgang führt durch den Stollen, zu Geschützständen und in den Unterkunftsbereich. Ab Harissenbucht in 10 Minuten zu Fuss. Eintritt 5 Franken, Kinder bis 16 gratis.

In der beleuchteten Eisgrotte

Touristen in der Titlis-Eisgrotte. (Bild Philipp Schmidli)

Touristen in der Titlis-Eisgrotte. (Bild Philipp Schmidli)

Immer etwa minus ein Grad ist es in der Eisgrotte auf dem Titlis. Man wandert bis zu 20 Meter unter der Eisdecke über 150 Meter im ewigen Eis. Die Grotte ist beleuchtet und wird seit einigen Jahren auch belüftet – dies aus zwei Gründen: Einerseits, um sie zu kühlen, anderseits, um die abgestandene Luft, welche die Besucher hereinbringen, wieder nach draussen zu schaffen. Das habe sich sehr bewährt, sagt Peter Reinle, Mediensprecher der Titlisbahnen. - Zusätzlich befeuchten Düsen den Eistunnel, weil die Lüftungsanlage dem Gletscher Feuchtigkeit entzieht. Zudem ist es auf dem Titlis selber auch kühl: Gestern waren es 8 Grad. Abkühlung gibt es auch auf dem Cliff Walk, im Gletscherpark (mit diversen Rutschgeräten über den Gletscher) und auf dem Ice Flyer (Sessellift).

Zum Wandern in die Höhe

Spiegelbild im Tannalpsee auf Melchsee-Frutt. (Bild: Markus von Rotz (Melchsee-Frutt, 27. Juli 2018)

Spiegelbild im Tannalpsee auf Melchsee-Frutt. (Bild: Markus von Rotz (Melchsee-Frutt, 27. Juli 2018)

Auch immerhin nur um die 18 bis 20 Grad war es in den vergangenen Tagen auf rund 2000 Metern über Meer – im Gegensatz zu den 30 und mehr Grad bei uns im Tal immer noch erfrischend. So als Beispiel eine Wanderung um den Melchsee und/oder den Tannalpsee auf Melchsee-Frutt (1920 Meter). Das Hochtal hat zudem nach wie vor eine schöne Blumenpracht zu bieten und an mehreren Orten liegen noch kleinere Schneefelder. Wer es sportlicher nehmen will, der macht die Vierseenwanderung vom Trübsee/Jochpass auf die Frutt oder umgekehrt via Engstlenalp(see). Für den öffentlichen Verkehr gibt es dafür spezielle Rundreisebillette mit Vergünstigungen.

Am oder im Wasser

Dundelsbach-Wasserfall in Lungern. (Bild: Markus von Rotz, 16. Juli 2018)

Dundelsbach-Wasserfall in Lungern. (Bild: Markus von Rotz, 16. Juli 2018)

Natürlich hilft im Moment auch ein Bad im See, um sich etwas abzukühlen. A propos Wasser: Eine kurze Erfrischung erlebt auch, wer sich den Dundelsbachfällen am Lungerersee nähert. Auf dem Rundweg um den See (10 Kilometer, zweieinhalb Stunden) kurz nach der Talstation der Turren-Bahn versteckt er sich im Wald – nach einem kleinen Aufstieg spürt man schnell die erfrischenden Wassertropfen in der Luft. Vor allem für die Kleinen, aber nicht nur, immer eine angenehme Erfrischung bietet der Härzlisee mit Kitzelpfad auf dem Brunni bei der Bergstation des Sessellifts. Auf 220 Metern kann man ohne Schuhe Sand, Holzschnitzel, Kiesel oder Lehm spüren und so eine Fussmassage erleben. Daneben findet sich für Kinder noch eine Wasserlandschaft, wo sie sich ausleben können.

Oder in fremden Landen

Aareschlucht bei Meiringen. (Bild Markus von Rotz, 9. Juli 2018)

Aareschlucht bei Meiringen. (Bild Markus von Rotz, 9. Juli 2018)

Wem es über den Brünig nicht zu weit ist, der findet auch in der Aareschlucht hinter Meiringen willkommene Frische und ein optisches Erlebnis noch dazu. Die Rückfahrt mit dem Zug im Berginnern ist im Eintritt inbegriffen.
Oder wie wärs, auch etwas weiter weg, mit einem Bad im klaren und romantischen Seelisbergsee (nur vom Strandbad–areal her, gebührenpflichtig) oder einer Paddelbootfahrt (auf dem ganzen See erlaubt)?
Angenehm ist es derzeit auch auf den Schiffen auf dem Vierwaldstättersee, wo allein durch den Fahrtwind immer eine feine Brise geht, falls man sich denn auch je nach Fahrtrichtung auf die Schattenseite setzt.

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