So soll der Tourismus in Nidwalden nach der Coronakrise wieder angekurbelt werden

Um dem Tourismus nach der Coronakrise wieder einen Anstoss zu geben, lanciert Nidwalden Tourismus eine Kampagne.

Florian Pfister
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Ausblick vom Niederbauen auf Beckenried, Buochs und Ennetbürgen

Ausblick vom Niederbauen auf Beckenried, Buochs und Ennetbürgen

Bild: Christoph Näpflin

Die Tourismusbranche ist gefordert. Viele Tourismusorganisationen stellen sich die Frage, wie es nach der Coronakrise weitergehen soll. Daher beabsichtigt Nidwalden Tourismus, im kommenden Sommer eine Kampagne zu lancieren. «Bleibt in der Schweiz – macht Ferien in Nidwalden», ruft die Tourismusorganisation in einer Medienmitteilung auf. «Das Ziel ist es, Gäste für Mehrtagesausflüge in den Bergen, am Vierwaldstättersee oder einfach in der Natur zu inspirieren», sagt Peter Wyss, Vizepräsident von Nidwalden Tourismus.

Die Kampagne sieht vor, Angebote von touristischen Organisationen in Nidwalden in Inseraten zu bewerben. Sie ist im Grossraum Zentralschweiz sowie im Raum Zürich, Aargau, Solothurn und Basel angedacht. «Wir wollen unsere Partner in der Region unterstützen. Viele haben kein ausreichendes Budget, um selbst Marketing zu betreiben», erklärt Peter Wyss. «Wir wollen dem Tourismus mit dieser Kampagne wieder einen Anstoss geben, da unsere Partner in der Region das nicht allein tun können.»

Peter Wyss appelliert an Herrn und Frau Schweizer. «Sie sollen sich sagen: Wir fliegen heuer nicht auf die Seychellen, sondern reisen auf die Klewenalp.» Normalerweise nutzen viele Ausländer die Tourismusangebote in Nidwalden. Peter Wyss ist sich im Klaren, dass die Schweizer Feriengäste den Normalzustand nicht vollauf kompensieren können. «Unser Ziel ist es ohnehin, dass unsere Gäste mehrmals kommen. Dies ist beim ausländischen Gast normalerweise nicht der Fall. Wir hoffen auf Familien, Wanderer, Biker, Kanufahrer und alle, die ihre Zeit in Nidwalden geniessen wollen. Unsere Region hat viel zu bieten. Das Gute liegt so nahe.» Es sind bereits viele Anfragen eingetroffen, vieles ist bereits wieder buchbar. Vor allem Ferienwohnungen seien gefragt.

Unterstützung für die Tourismusorganisationen

Nidwalden Tourismus beschreibt in der Medienmitteilung die Koordination zwischen Kanton und den Gemeinden. Für die Erhebung der Tourismusabgaben sind die Gemeinden zuständig. Sie leiten die Gelder mittels Leistungsvereinbarungen an lokale Tourismusorganisationen oder Nidwalden Tourismus weiter. Grosse Teile der Einnahmen fallen derzeit weg, da beispielsweise die Tourismusabgabe pro Hotelübernachtung geleistet werden muss. «Wir versuchen, Mittel für künftige Marketingmassnahmen sicher zu stellen», sagt Peter Wyss. «Den Tourismus in Nidwalden bewerben wir dieses Jahr mittels Faltkarte mit kulinarischen Erlebnissen in der Region».

Nidwalden Tourismus steht vor einer Sitzung mit der Volkswirtschaftsdirektion und den Tourismusverantwortlichen der Gemeinden. «Es stellt sich die Frage, wie wir nächstes Jahr die Tourismusorganisationen unterstützen können. Dieses Jahr ist mit finanziellen Einbussen zu rechnen», sagt Peter Wyss. «Wir suchen Ansätze und Lösungen, nächstes Jahr den Nidwaldner Tourismusorganisationen zu helfen. Wir wollen ihnen gleichviel Marketingbudget zur Verfügung stellen, wie sie es sonst haben.»