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SOMMERPROJEKT: Sie wandern die Nidwaldner Kantonsgrenze ab

Regierungsrätin Karin Kayser nimmt diesen Sommer ein besonderes Projekt in Angriff. In 16 Etappen bestreitet sie eine Grenzwanderung und entdeckt dabei, wie der Kanton in die Schweiz eingebettet ist.
Amanda Amstad
Karin Kayser mit einer Wandergruppe auf dem Bitzistock zu sehen (Etappe 7). Mit dabei ist Regierungsratskollege Josef Niederberger (rechts). (Bild: PD)

Karin Kayser mit einer Wandergruppe auf dem Bitzistock zu sehen (Etappe 7). Mit dabei ist Regierungsratskollege Josef Niederberger (rechts). (Bild: PD)

Amanda Amstad

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch

«Während ich meine Grenzwanderung geplant habe, ist auch die Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes gestartet: eine Anpassung an das Bundesgesetz auf kantonaler Ebene. Ein Gesetz von vielen. Aber ein Gesetz, welches sich mehr als andere mit Grenzen befasst: Grenzen definieren, setzen, erweitern, aufweichen, stärken. Landauf, landab wird darüber gestritten, wie und wer in der Schweiz eingebürgert werden soll.» Mit diesen Worten beschreibt die Nidwaldner Regierungsrätin Karin Kayser die Grenzen aus politischer Sicht auf ihrer Website.

Diese Themen – Grenzen bestimmen, seinen eigenen Raum bewahren und dem Innern Schutz geben – sind nicht nur Gegenstand der Politik, sondern stehen auch im Fokus des Sommerprojekts von Karin Kayser. In den Monaten von Juni bis August begibt sie sich zusammen mit ihrem Mann Andreas auf eine Entdeckungsreise der ganz besonderen Art. In 16 Etappen wollen sie über Stock und Stein die Nidwaldner Kantonsgrenzen bewandern und erkunden.

Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung

«Der Gedanke, die Kantonsgrenzen zu umwandern, hat mich schon immer ‹gluschtet›. Als ich nach Nidwalden kam, habe ich den Kanton erst von den Bergen her kennen gelernt, und das hat mich fasziniert», so die CVP-Regierungsrätin, die in Solothurn aufgewachsen ist. Zum 50. Geburtstag liess sich dieser Wunsch endlich verwirklichen, wie sie erzählt: «Ich habe gesagt, wenn man mir etwas zum Geburtstag schenken möchte, so soll es die Organisation der Grenzwanderung sein, da ich selber keine Zeit hatte, alles auf die Beine zu stellen.» Als Kayser und ihr Mann die Etappen bestimmt hatten, beschlossen sie, diese Idee mit anderen Menschen zu teilen. Auf ihrer Website möchte sie andere Mitmenschen mit einem Wandertagebuch und den entsprechenden Fotos der Etappen animieren. «Jeder darf sich uns anschliessen. Ich bin offen für jeden Mitwanderer», so Kayser.

Interessierte Wanderer können sich vorgängig bei ihr melden und sind herzlich willkommen. Laut Kayser müsse jedoch bei einer anspruchsvollen Tour entschieden werden, wer teilnehmen könne und wer nicht.

Zehnstündige Wanderung brachte sie an ihr Limit

Die sehr anspruchsvolle Grenzwanderung entlang des Kantons beinhaltet Wanderrouten von 3 bis 10 Stunden. Trotz dieser langen und schwierigen Wanderungen hat sich Kayser nicht besonders auf das Projekt vorbereitet. «Ich bin ein extremer Bewegungsmensch und brauche viel Bewegung, um zu verarbeiten, was im politischen Leben am Bürotisch und an Sitzungen passiert. Dieses Projekt sollte nicht nur ein Ausgleich sein, sondern mich auch körperlich herausfordern.» Als besondere Challenge für die sportliche Politikerin erwies sich die fünfte Etappe. Um den Walenstock zu bezwingen, musste sie zusammen mit dem Bergführer Sepp Odermatt ihr Klettergeschick unter Beweis stellen.

Nebst solch physisch anstrengenden Erfahrungen erwähnt Kayser auch schöne Erlebnisse, die sie erfahren durfte. Während des Telefongesprächs mit unserer Zeitung befand sie sich gerade auf der achten Etappe. «Wir sind nun zuhinterst im Tal unterhalb des Titlis, haben den Wendepunkt erreicht und wandern nun Richtung Norden zum Jochpass.» Auf dieser Tour zum höchsten Punkt von Nidwalden durfte sie ein Rudel Gämse beobachten und die wunderschöne Vegetation und Landschaft auf sich einwirken lassen.

Mit der achten Etappe hat Kayser die goldene Mitte ihrer Reise erreicht. Die Wanderungen werden voraussichtlich noch bis 26. August dauern. Die letzte Etappe soll dann auch die Seegrenze zwischen Hergiswil und Kehrsiten beinhalten. Um den Vierwaldstättersee zu überqueren, wird Kayser aufs Schiff steigen. Mit der Bürgenstockbahn soll es dann rauf auf den Berg gehen, von wo man zum Hammetschwandlift wandert. «Von dort müssen wir uns wieder einen Weg runter zum See suchen, wo uns dann ein Boot abholt und uns nach Treib bringt. Dort haben wir dann das Ende erreicht.»

Hinweis

Tagebucheinträge der Etappen 1 bis 5 und weitere Fotos:

www.karinkayser.ch

Karin Kayser erklimmt das «Messer» am Laucherenstock (Etappe 5). (Bild: PD)

Karin Kayser erklimmt das «Messer» am Laucherenstock (Etappe 5). (Bild: PD)

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