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Sozialwoche beeindruckt Kollegi-Schüler

Im Hergiswiler Seniorenzentrum Zwyden sammeln drei Kollegi-Schülerinnen Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen.
Ruedi Wechsler
Drei Kollegischülerinnen helfen im Altersheim Zwyden in Hergiswil. Im Bild vorne Michelle Spieler. (Bild: Corinne Glanzmann, 24. September 2019)

Drei Kollegischülerinnen helfen im Altersheim Zwyden in Hergiswil. Im Bild vorne Michelle Spieler. (Bild: Corinne Glanzmann, 24. September 2019)

Michelle Spieler, Amélie Malaj und Sophia Burach erhalten diese Woche Einblick in die Bereiche Office, Küche, Lingerie, Reinigung, technische Dienste und Demenzwohngruppe. Hermann Hüsing, Fachstellenleiter Bildung Zwyden, spricht von einem perspektiven Einblick in die Berufswelt, der sich nicht direkt an die Pflege orientiert.

Das Zwyden ist zum vierten Mal Gastgeber der Sozialwoche des Kollegium St.Fidelis Stans und stellt bis zu 30 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Spannend findet Hüsing, dass die drei Schülerinnen diese Woche mit den Lernenden im Zwyden zusammentreffen. «Heute Mittag sagte eine Lernende im ersten Lehrjahr zu mir, dass sie während des Erzählens und Instruierens erst realisiere, was sie in kurzer Zeit bereits alles gelernt habe», erwähnt Hermann Hüsing. Er hat zwei Schülerinnen einen Beobachtungsbogen mitgegeben, um das Verhalten von Menschen mit Demenz gezielt und strukturiert zu erfassen. Wie kommunizieren Menschen in der Wohngruppe dauernd über nonverbale körperliche Elemente? «Wir schätzen es sehr, dass sich die Schüler drauf einlassen und keine Berührungsängste zeigen», so Hüsing.

Erfahrungen fürs Leben

«Das Ziel ist erreicht, wenn die Gymnasiastinnen bis Ende Woche den Einblick in die Lebensrealität von betagten Menschen und in das Umfeld von Gleichaltrigen erhalten», sagt Hüsing. Sophia Burach beobachtete die Demenzgruppe beim Mittagessen, beim Spazieren und Lesen. Sie begegnete zum ersten Mal älteren Menschen mit Demenz und zeigt sich tief beeindruckt. «Mir ist aufgefallen, dass mehrmals die gleichen Fragen kommen und viel gelacht wird. Zudem sind die Charaktere der Demenzgruppe komplett verschieden», erzählt Sophia.

Sie freut sich auf die neuen Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit den Angestellten. Beruflich möchte sie später mal mit Menschen zu tun haben und kann sich gut vorstellen, den Lehrerberuf einzuschlagen. Amélie Malaj wählte das Zwyden, weil ihre Mutter hier arbeitet. Für sie ist es ein grosser Unterschied von der Schule zum Arbeitsalltag: «Man ist plötzlich mit älteren Menschen zusammen und kommuniziert ganz anders. Am Abend bin ich ziemlich müde. Ich freue mich bereits auf die anderen Abteilungen.» Mit der Eigenverantwortung könne Amélie gut umgehen. Das Personal stehe ihr immer zur Seite.

Michelle Spieler wählte das Seniorenzentrum Zwyden, weil sie in Hergiswil wohnt. «Ich arbeitete am ersten Tag im Office, reinigte Tische und Boden und habe Brötli gestrichen. Mir gefällt der Umgang mit den älteren Menschen besonders», ergänzt Michelle. Unter der Leitung des Küchenchefs Manfred Effinger, der seit 27 Jahren im Zwyden arbeitet, bereiten die drei Schülerinnen eine frische Tomatensauce mit Gemüse vor. Da werden Lauch, Sellerie und Karotten fein säuberlich gerüstet. Zum Nachtessen warten Honigmelonen mit Rohschinken.

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