SPORTFÖRDERUNG: Gesetzesentwurf für Neuverwendung der Lotteriegelder

In Nidwalden sollen Leistungssportler stärker gefördert werden. Geplant ist, einen Teil der jährlichen 2,3 Millionen Franken Lotteriegelder vom Kulturfonds zum Sportfonds umzuverteilen. Die Regierung hat die nötigen Gesetzesentwürfe in die Vernehmlassung geschickt.

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Der Lotteriefonds schüttet Geld aus. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Der Lotteriefonds schüttet Geld aus. (Symbolbild Manuela Jans/Neue LZ)

Der Landrat hatte im März 2014 eine Motion zur Umverteilung der Lotteriegelder mit 41 zu 6 Stimmen teilweise gutgeheissen. Am Freitag präsentierte die Regierung die entsprechenden Gesetzesänderungen. Gemäss diesen sollen dem Sportfonds statt 20 neu 30 Prozent oder 675'000 Franken zufliessen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Im Gegenzug sieht das neue Gesetz vor, dass der Kulturfonds von 40 auf 35 Prozent oder 790'000 Franken reduziert wird und 5 Prozent oder 110'000 Franken weniger für wohltätige Zwecke gesprochen werden.

Profitieren sollen die Leistungssportler in Nidwalden. Solche in olympischen Disziplinen können pro Jahr maximal 12'000 Franken beantragen, solche aus nicht-olympischen oder paralympischen Sportarten 6000 Franken. Ausschlaggebend für die Vergabe und die Höhe eines Förderbeitrags soll der finanzielle Bedarf des Athleten anhand eines Kriterienkatalogs sein.

Das Nachsehen hat das Nidwaldner Museum. Für grössere Projekte und Aufgaben müsse in Zukunft auf Rückstellungen zurückgegriffen werden, schreibt der Regierungsrat. Die Kulturkommission werde vermehrt Gesuche um finanzielle Unterstützung ablehnen oder aus den Rückstellungen abdecken müssen.

Für die entsprechende Revision müssen das Lotterie-, das Sport-, das Kulturförderungs- sowie das Denkmalschutzgesetz angepasst werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 22. April. (sda)