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Junge Nidwaldner Sportler werden zu Trainern

Am 1418-Coach-Ausbildungsweekend wurden junge Sportler an die Leitertätigkeit herangeführt. Das Interesse war gross.
Interview: Matthias Piazza
Alexander Denier, J+S-Experte Skifahren, erklärt den angehenden 1418-Coaches, was wichtig ist beim Spiele anleiten.Bild: PD (Cham, 27. April 2019)

Alexander Denier, J+S-Experte Skifahren, erklärt den angehenden 1418-Coaches, was wichtig ist beim Spiele anleiten.Bild: PD (Cham, 27. April 2019)

14- bis 18-jährige Jugendliche, die in ihrem Sportverein mehr Verantwortung übernehmen möchten, können sich zu 1418-Coaches ausbilden lassen. Rund 60 Jugendliche holten sich an einem 1418-Coach-Ausbildungsweekend, das erstmals vom Kanton Nidwalden mitorganisiert wurde, in Cham und Engelberg das nötige Rüstzeug, um Leitertätigkeiten zu übernehmen. Darunter waren auch 14 Nidwaldner Teilnehmer.

Auf dem Programm standen Badminton, Tennis, Tischtennis, Squash, Geräte- und Kunstturnen sowie Kampf- und Schneesportarten. Céline Tschopp war vom Kanton Nidwalden für den Anlass verantwortlich.

Welche Bilanz ziehen Sie zum Ausbildungsweekend?

Céline Tschopp: Eine positive. Die Teilnehmer hätten viel gelernt, Spass und Freude gehabt, Spiele selber anzuleiten, meldeten sie uns zurück. Sie lobten auch die gute Organisation des Anlasses.

Was lernten die Teilnehmer?

Sie lernten von erfahrenen Leitern von Jugend + Sport, wie man eine interessante Sportlektion gestaltet, wie man vor einer Gruppe auftritt, was ein gutes Aufwärmen beinhaltet, wie man mit einem Störenfried oder mit den Eltern der Kinder umgeht. Die rund 60 Jugendlichen übernahmen dafür abwechselnd die Rolle von Leitern und Vereinsmitgliedern.

Céline Tschopp, Projektleiterin Sport beim Kanton Nidwalden. (Bild: PD)

Céline Tschopp, Projektleiterin Sport beim Kanton Nidwalden. (Bild: PD)

Was bringt die Ausbildung für die Sportvereine?

Die bestehenden Trainer erhalten Verstärkung und Unterstützung, sie können als Hilfsleiter eingesetzt werden und damit verantwortungsvolle Leitungsaufgaben übernehmen, statt beispielsweise nur den Kindern beim Anziehen der Handschuhe zu helfen. Dafür werden sie auch mit einem Betrag zwischen 5 und 10 Franken pro Tag entschädigt, bekommen einen Götti, der sie in die Leitertätigkeit einführt und sie ab dem 18. Lebensjahr für eine Jugend + Sport-Ausbildung motiviert. Sie erhielten auch ein Diplom.

Mit 60 Teilnehmern war der Anlass ausgebucht. Wie erklären Sie sich den Run?

Die Sportvereine leisten sehr gute Nachwuchsförderung. Um für den Nachwuchs auch in Zukunft genügend Leiterinnen und Leiter zu haben, nutzen viele Vereine das Projekt. Die Jugendlichen sind lernwillig, bekommen mit ihrer Befähigung zum 1418-Coach und dem entsprechendem Diplom Anerkennung.

Wieso ist ein solches Weekend nötig?

Es ist für die Vereine immer schwieriger, Leute für ein Ehrenamt zu begeistern. Mit diesem Projekt können wir das Problem entschärfen.

Was kostet dieses Projekt den Kanton?

Wir investieren pro Teilnehmer je nach Sportart zwischen 50 und 150 Franken für die Ausbildung.

Wird der Kanton Nidwalden auch künftig solche Weekends organisieren?

Davon gehen wir aus.

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