Gemeindeversammlung Hergiswil lehnt Sportplatz-Sanierung ab 

Unerwartet heftig wehrten sich die Bürger von Hergiswil gegen einzelne Details bei der vom Gemeinderat vorgeschlagenen Sanierung des Fussballplatzes Grossmatt. Der Sanierungskredit wurde deshalb zur Überarbeitung zurückgewiesen.

Kurt Liembd
Hören
Drucken
Teilen
Der Sportplatz Grossmatt hätte für 1,86 Millionen saniert werden sollen. (Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 19. November 2019)

Der Sportplatz Grossmatt hätte für 1,86 Millionen saniert werden sollen. (Bild: Kurt Liembd, Hergiswil, 19. November 2019)

Überraschung an der gestrigen Gemeindeversammlung: Die rund 350 Stimmbürger haben die Sanierung des Fussballplatzes Grossmatt (Kredit 1,86 Millionen Franken) zurückgewiesen – entgegen dem Antrag des Gemeinderates und gegen den Fussballclub.

In längeren Voten war zuvor unter anderem der vorgesehene Einsatz eines Kunstrasens kritisiert worden. Im Sinne einer Kompromisslösung schlug schliesslich der ehemalige SRF-Auslandkorrespondent Peter Gysling vor, das Projekt im Grundsatz gutzuheissen, den Gemeinderat aber gleichzeitig zu beauftragen, das Projekt zu verbessern und dabei Vorschläge der Anwohner und Bürger zu prüfen und zu berücksichtigen. Mit 198 gegen 118 Stimmen ist dann der entsprechende Rückweisungsantrag angenommen worden.

Ein Ja gab's dafür zum Ortsbus. Mit 324 zu 17 Stimmen wurde ein Testbetrieb über 22 Monate beschlossen. Kostenpunkt: 955'000 Franken. Abgesegnet wurden auch alle weiteren Geschäfte, so das Budget mit Steuersenkung, drei Einbürgerungen, einem Schattendach in der Badi und mehrere Strassensanierungen.

Das Budget 2020 rechnet bei einem Aufwand von 37,9 Millionen und Ausgaben von 39,9 Millionen mit einem Gewinn von zwei Millionen Franken. Auch der Kanton und andere Gemeinden profitieren von Hergiswil, beträgt der Finanzausgleich doch 10,6 Millionen Franken.