Staatsanwälte sind wegen Tunnel überlastet

Die Nidwaldner Strafuntersuchungsbehörden sind chronisch überlastet. Schuld daran sind vor allem Geschwindigkeitsübertretungen im Kirchenwaldtunnel.

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Der Kirchenwaldtunnel zwischen Hergiswil und Stansstad. (Bild: Archiv Neue NZ)

Der Kirchenwaldtunnel zwischen Hergiswil und Stansstad. (Bild: Archiv Neue NZ)

Die Geschwindigkeitsübertretungen im Kirchenwaldtunnel auf der A 2 bei Hergiswil haben in den vergangenen Jahren zu grossen Pendenzenbergen geführt. Die Flut an neuen Fällen reisst nicht ab. Dass die Staatsanwaltschaft auch in diesem Jahr von Fällen überrollt worden ist, obwohl das Radargerät weniger oft geblitzt hat, ist darauf zurückzuführen, dass die Polizei ihrerseits Pendenzen abbaut.

Das Ganze hat auch Folgen für die Gerichte. «Wir werden eine Leistungsauftragserweiterung für die Gerichtsschreiber beantragen müssen», sagt Obergerichtspräsident Müller. Er geht für das Kantonsgericht von 100 zusätzlichen Stellenprozenten und beim Ober- und Verwaltungsgericht von 50 bis 60 Prozenten aus.

«Zudem ist die Staatsanwaltschaft wegen der Justizreform auch noch stark gefordert», sagt Albert Müller, weiter. «Mit dem neuen Verfahrensrecht ist die tägliche Arbeit ohnehin aufwendiger und formalistischer geworden.»

red/ks

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