STANS: Ab Montag gibts hier sicher heisse Marroni

Der Marronistand beim Bahnhof war oft geschlossen. Betreiber Amir Nezaj ist das gar nicht recht. Er gelobt Besserung. Und hat weitere Pläne.

Matthias Piazza
Drucken
Teilen
Amir Nezaj bedient Kundinnen beim Bahnhof Stans. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 26. Januar 2017))

Amir Nezaj bedient Kundinnen beim Bahnhof Stans. (Bild: Matthias Piazza (Stans, 26. Januar 2017))

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Amir Nezaj ist ein gefragter Mann. Fast im Minutentakt strömen an diesem Donnerstagnachmittag Passanten an die Ecke zwischen Postautohaltestelle und Bahnhof und erliegen dem Duft der gerösteten Marroni. Sie scheinen den Kunden zu schmecken. Nezajs neues Angebot sorgte in der Vergangenheit für Irritationen. Seit Anfang Dezember betreibt der in Emmenbrücke wohnhafte 45-Jährige hier einen Marronistand, doch dieser war bisher die meiste Zeit geschlossen (siehe Ausgabe vom Mittwoch). Es sind Schlagzeilen, die wohl kein Geschäftsmann gerne liest.

Doch er meldete sich nach unserem Bericht und betonte, er wolle nichts abstreiten. Er arbeite tagsüber bei einer Baufirma in Ennetbürgen – ausser, wenn wegen zu tiefer Temperaturen nicht gearbeitet werden könne, wie eben an diesem Donnerstag. Darum könne er nur dann, abends und an den Wochenenden Marroni verkaufen. Während er auf dem Bau beschäftigt sei, hätte ihn jemand vertreten sollen. Diese Vertretung habe leider nicht zuverlässig geklappt. «Das tut mir leid. Ich entschuldige mich bei der Stanser Bevölkerung», erklärt er im Gespräch mit unserer Zeitung zwischen zwei Kunden. Er habe darum am Mittwoch auch mit dem Verantwortlichen des Kantons gesprochen, welcher für die Bewilligung zuständig ist, und sein Bedauern ausgedrückt.

Und er gelobt Besserung. Ab Montag soll der Stand zuverlässig von 11 bis 18 Uhr offen sein, dank einem Kollegen, mit dem er schon sieben Jahre lang Marroni verkaufe. Bis Ende Februar läuft der Vertrag für die Platzmiete mit dem Kanton.

In den Nidwaldner Hauptort wich er aus, weil er wegen Bauarbeiten seinen langjährigen Platz am Seetalplatz in Emmenbrücke hatte räumen müssen und ihm Nidwalden von der Arbeit her nicht unbekannt war.

Zufrieden mit dem Geschäftsgang

Der neue Standort stimmt für ihn. «Ich bin zufrieden», sagt Amir Nezaj zum Geschäftsgang. «Die Leute müssen sich erst daran gewöhnen. Mit den Jahren wird es immer besser laufen», weiss er aus Erfahrung. Denn für ihn ist klar, dass dies kein einmaliges Gastspiel bleibt. Auch in den nächsten Jahren sollen die Stanser wieder in den Genuss seiner, wie er betont, qualitativ hochstehenden Marroni aus der Toskana kommen.

Dabei soll es aber nicht bleiben. Er hat auch Pläne für das Sommerhalbjahr, wie er uns verrät. «Ich überlege mir, ab April Glace zu verkaufen.» Doch das sei noch nicht definitiv.