STANS: Adventsfenster in Stans öffnen sich

Bald bereichern Adventsfenster im Dorf wieder die Vorweihnachtszeit. Ob die Tradition fortlebt, ist ungewiss.

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Matthias Piazza

Ein Spaziergang durchs winterliche Stans lohnt sich in der Adventszeit besonders. Von der Stanserhorn-Bahn über die Pfarrkirche bis zur Schmiedgasse begegnet man liebevoll dekorierten Adventsfenstern, welche Geschäfte und Privatpersonen zur Verfügung stellen. Da wird in einem Fenster die Weihnachtsgeschichte mit Collagen dargestellt. Dort erstrahlt ein goldener Christbaum. Seit 2006 sorgen Sandra Hürlimann und Helen Zurfluh mit viel Herzblut für diesen Adventskalender der speziellen Art im Nidwaldner Hauptort. Nun endet diese Tradition – zumindest unter der Leitung der beiden Stanserinnen. «Wir haben uns von Anfang an vorgenommen, dieses weihnächtliche Projekt zehn Jahre zu organisieren», begründen die zwei Frauen diesen Schritt, der ihnen allerdings alles andere als leichtfalle. «Wir verabschieden uns von diesem Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge.»

«Immer gerne gebastelt»

Vor zehn Jahren war die Idee geboren. Im Umfeld des «Treffs aktiver Mütter», einem Zweig der Frauen- und Müttergemeinschaft Stans, wurde der Adventskalender in Form von weihnächtlich geschmückten Fenstern ins Leben gerufen. «Wir haben immer gerne gebastelt», begründet Sandra Hürlimann ihr Engagement. Ein Engagement, das es in sich hatte. So müssen jedes Jahr 24 geeignete Schau- oder Wohnungsfenster im Dorfkern gesucht werden. «Auch bei der zehnten Ausgabe ist das Adventsfenster in einer so grossen Gemeinde wie Stans kein Selbstläufer, wie man es von kleineren Ortschaften vielleicht kennt, sondern bedeutet jedes Jahr von neuem viel Arbeit. Wir müssen immer wieder mit den Leuten den Kontakt suchen. Ein Telefonanruf genügt oft nicht.» Sie haben ausgerechnet, dass sie jedes Jahr rund 150 Botengänge fürs Adventsfenster absolviert haben. Doch nicht nur Familien und Geschäfte müssen überzeugt werden. In einem zweiten Schritt werden per Inserat Fensterschmücker gesucht.

Dieses Jahr suchen die beiden Frauen nicht nur Adventsfenster und deren Dekorierer – sondern auch Nachfolger für die Tradition. «Die Leute haben Freude an den geschmückten Fenstern. Es ist schön, zu sehen, wie viele Familien zwischen Weihnachten und Neujahr an einem Spaziergang durchs Dorf die fantasievoll geschmückten Fenster bestaunen, die jeweils noch bis zum Dreikönigstag aufgestellt bleiben.» Ihr Weihnachtswunsch: «Es wäre toll, wenn der schöne Brauch weiterlebt.»

Hinweis

Wer die Adventsfenster in Stans weiter organisieren möchte, kann sich bei Helen Zurfluh melden: 041 610 11 72, helen.zurfluh@fmgstans.ch

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