STANS: Äs Säntä Veh, Geissä und Lamas

Stans «Natuir – miär dankid diär!» lautete das Älplerchilbi-Motto. Am Umzug strahlten schöne Tiere, urchige Wagen und hübsche Trachten um die Wette.

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Klarer Beweis: Nicht nur Rindvieh kann störrisch sein - auch Lamas haben ihren eigenen Kopf. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

Klarer Beweis: Nicht nur Rindvieh kann störrisch sein - auch Lamas haben ihren eigenen Kopf. (Bild: André A. Niederberger / Neue NZ)

?Noch dankten Othmar Achermann (1. Pfleger 2013) und sein ganzer Älplergesellschafts-Staat in der Stanser Kirche dem Schöpfer für eine gute Ernte, da fanden sich im Dorf auch schon Hunderte von Zuschauerinnen und Zuschauern ein. Und während Pfarrer David Blunschi die vor dem Altar mit viel Liebe präsentierten Landwirtschaftsprodukte und Früchte segnete, trieben draussen auf dem Dorfplatz die «Buitzi» (Wildmann und Wildweib) bereits ihr Unwesen.

Bild: André A. Niederberger
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Ganz Stans war, trotz ersten Regentropfen, in Festlaune. Und wie dann die Älpler mit ihren Trachtenfrauen, die Behördenmitglieder und der Pfarrer die Kirche verliessen, durch die Menge schritten, gab es Applaus. Das Wildweib putzte den hohen Herren die Schuhe, derweil der Wildmann besonders freche Knaben nicht ganz sanft mit Teppichklopfer oder Grotzli zurechtwies. Überall herrschte freudige Erwartung. Das Publikum wusste aus Erfahrung, welch farbiges Spektakel es von den 28 Umzugsnummern erwarten durfte.

Viel «Guäts» zur gleichen Zeit

Traditionsgemäss eröffnete die Familie Amstutz von der Wiesenberger Alp Frutt mit ihrem prächtig geschmückten «Säntä» Veh den Umzug. Die Kühe schienen sich ihrer Ehre bewusst zu sein. Würdevoll schritten sie an den «Oberen» vorbei und nur eine wagte es, etwas fallen zu lassen! Es folgten «Geissä vo de Chälä» und als Obwaldner Gruss Engelberger Schafe. Schliesslich trotteten zur Freude der vielen Kinder sogar hübsch geschmückte Alpakas und Lamas mit Nidwaldner Heimatrecht durch die Strassen. Der «Chäs-Wagä» liess einem das Wasser im Munde zusammenlaufen.