STANS: Altes Handwerk für alte Bahnen

Mit der Sanierung der Holzaufbauten von Standseilbahnen hat sich die Amstutz Holzbau AG eine Nische erarbeitet. Gar aus Deutschland hat sie Aufträge.

Martin Uebelhart
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Thomas Segessenmann (links) und Toni Odermatt besprechen die Arbeiten an der Standseilbahn. (Bild Corinne Glanzmann)

Thomas Segessenmann (links) und Toni Odermatt besprechen die Arbeiten an der Standseilbahn. (Bild Corinne Glanzmann)

In der modern eingerichteten Werkhalle bei der Holzbaufirma Amstutz im Stanser Galgenried stehen derzeit rostbraune Aufbauten einer Standseilbahn. Normalerweise sind sie auf der oberen Sektion der Heidelberger Bergbahnen in Deutschland unterwegs. Thomas Segessenmann, Projektleiter für die Sanierung von Holzbahnen, erklärt, die Wagenaufbauten würden überprüft, wo nötig repariert und ausgebessert und erhielten einen neuen Anstrich. «Die Mitarbeiter, die mit den Arbeiten an der Bahn beschäftigt sind, haben Spass daran. Denn hier kommt wieder das alte Handwerk zum Zuge», sagt Segessenmann.

Die Wagenkasten der Heidelberger Bergbahnen sind der dritte Auftrag in Folge in diesem Bereich. Angefangen hat alles im Sommer 2009 am Stanserhorn. Damals hat die Firma nach einem Unfall innert zwei Wochen einen Nachbau der historischen Bahn hergestellt. Ein nächster Auftrag kam von der Reichenbachfallbahn im Berner Oberland.

Mittlerweile habe man auf diesem Gebiet einige Erfahrung gesammelt, hält Thomas Segessenmann fest. Er kann sich gut vorstellen, dass dank guter Zusammenarbeit mit der Seilbahnbaufirma Garaventa weitere Aufträge folgen werden.