STANS: Andenken an das Spukhaus gerettet

Der Abbruch des Jollerhauses in Stans stösst bei einigen auf Unverständnis. Die Bauarbeiter begannen nun, das Nebenhaus abzureissen.

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Hulda Zimmermann holt noch letzte Utensilien aus dem Haus, bevor es abgerissen wird. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

Hulda Zimmermann holt noch letzte Utensilien aus dem Haus, bevor es abgerissen wird. (Bild Oliver Mattmann/Neue NZ)

«Wenn es ums Geld geht, bringt der Kanton keins auf, um dieses Denkmal zu schützen. Das finde ich sehr schade», sagt Hulda Zimmermann, eine Anwohnerin des Veronika-Gut-Wegs, wo das Spukhaus steht, in dem einst der Nationalrat Melchior Joller lebte. «Ich habe lange den Garten des Jollerhauses bewirtschaftet, und nun werden Haus und Garten einfach dem Erdboden gleichgemacht», sagt Zimmermann etwas wehmütig.

Die Abrissarbeiten haben am (gestrigen) Freitagmorgen begonnen. Nicht am Spukhaus selbst, doch am Nachbarhaus. Ersteres kommt am nächsten Dienstag an die Reihe. Bagger stehen auf dem Grundstück, und die ersten Ziegelsteine fliegen vom Dach des Nebenhauses. Mit einer Säge und einem Spiegel in der Hand kommt Hulda Zimmermann durch die Tür des Jollerhauses und stapft mit ihren Andenken durch den Schnee.

Joel von Moos

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Nidwaldner Zeitung.