STANS: Arabische Emirate bestellen 25 Pilatus PC-21

Die Pilatus Flugzeugwerke AG haben aus den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Grossauftrag im Wert von einer halben Milliarde Franken erhalten.

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Ein PC-21 der Pilatuswerke. (Bild: pd)

Ein PC-21 der Pilatuswerke. (Bild: pd)

Nach der Schweiz und Singapur seien die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) das dritte Land, das ihre Pilotenausbildung mit dem Turboprop-Trainingsflugzeug PC-21 absolviere, teilte Pilatus am Dienstag in Stans mit.

Der Grossauftrag beinhalte neben einer eine Flotte von 25 Pilatus PC-21 Turboprop Trainingsflugzeugen für die Ausbildung ihrer künftigen Militärpiloten auch Simulatoren und umfassende Logistikunterstützung. Der Grossauftrag hat einen Wert von einer halben Milliarde Franken. Die Auslieferung der Flugzeuge und des kompletten Trainingssystems ist ab 2011 vorgesehen.

«Positiver Beweis des Vertrauens»
Die Pilatus Flugzeugwerke AG werten den Auftrag als grossen Erfolg im Mittleren Osten und äussern sich überzeugt davon, dass dadurch auch andere Luftwaffen ihre Lösung für die Pilotenausbildung prüfen und einer näheren Betrachtung unterziehen werden.

Als Partner der Luftwaffe der VAE für über 25 Jahre bei der Unterstützung der bestehenden PC-7 Trainingsflotte sei dieser Zuschlag ein positiver Beweis des Vertrauens durch den Kunden, dass die Pilatus Flugzeugwerke AG die Anforderungen an die Pilotenausbildung auch künftig erfüllen werde.

GSoa kritisiert die Flugzeuglieferung
Die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) kritisierte die Flugzeuglieferung. Die VAE seien bekannt als Waffendrehscheibe des Nahen Ostens. Entgegen den vertraglichen Vereinbarungen hätten die Emirate im Jahr 2004 Schweizer M-109-Panzerhaubitzen an Marokko weiter geliefert. In der Folge habe die Schweiz während einiger Monate Waffenexporte in die VAE unterbunden.

Gemäss dem aktuellen Jahresbericht von Amnesty International komme es in den VAE regelmässig zu Folter und Menschenrechte würden verletzt. Bewaffnete Militärflugzeuge von Pilatus seien unter anderem in Burma, im Tschad, in Angola, in Guatemala, in Mexiko und im Irak unter Saddam Hussein gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt worden. Laut der GSoA wäre der PC-21 zusammen mit den Modellen PC-7 und PC-9 von der Volksinitiative für ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten betroffen, nicht jedoch das zivile Geschäftsflugzeug PC-12.

ap