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STANS: Auch der Rollstuhl hat Platz am Konzert

Die Stanser Musiktage machen einen Schritt zur Verbesserung für Menschen mit Beeinträchtigungen, etwa mit möglichst hindernisfreien Zugängen. Und auch Bewohner der Stiftung Weidli helfen am Festival.
Matthias Piazza
Knetmasse diente als Vorlage für das Plakatsujet der diesjährigen Stanser Musiktage (Bild: PD)

Knetmasse diente als Vorlage für das Plakatsujet der diesjährigen Stanser Musiktage (Bild: PD)

Matthias Piazza

matthias.piazza@nidwaldnerzeitung.ch

Mit dem Rollstuhl die Stanser Musiktage zu besuchen, kann aufgrund der dezentralen Lokalitäten zu einem Spiessrutenlauf werden. Steigungen, Gefälle, Treppen erschweren den Rollstuhlfahrern den Weg zu den verschiedenen Konzertbühnen. Das soll an der diesjährigen Ausgabe, die vom 25. bis 30. April über die Bühne geht, anders sein.

Die Stanser Musiktage sind neu Labelträger von «Kultur inklusiv». Mit diesem – vorerst auf drei Jahren befristeten – Engagement hat sich die Festivalleitung im sozialen Bereich neue Ziele gesteckt, insbesondere was den Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen betrifft. Die Fachstelle «Kultur inklusiv» unterstützt die Festivalleitung bei der Umsetzung in fachlicher Hinsicht.

«Die Stanser Musiktage sind dafür geeignet»

«Als ‹Kultur inklusiv› auf uns zukam, war für uns klar: Da machen wir mit», sagt Co-Festivalleiterin Esther Unternährer. «Die Stanser Musiktage sind dafür geeignet, da wir für soziale Engagements schon immer offen waren, so arbeiten wir auch seit Jahren mit Asylsuchenden zusammen.» Nur könnten eben solche Überlegungen, die man als selbstverständlich betrachte, im stressigen Festivalalltag etwas untergehen, wenn man diese Aspekte nicht in allen Bereichen der gesamten Festivalorganisation verinnerlicht habe. «Umso dankbarer sind wir der Initiative von ‹Kultur inklusiv›.»

Das Label beinhaltet fünf Handlungsfelder: kulturelles Angebot, inhaltlicher und baulicher Zugang, Arbeitsangebote und Kommunikation. In einem ersten Schritt wird ein Schwerpunkt auf die Kommunikation gesetzt. So soll die Signalisation verbessert werden, dank grosser Schrift und gutem Kontrast. Als weitere Massnahme wird dieses Jahr das Programmheft in «leichte Sprache» übersetzt. Das heisst Texte mit kurzen, einfachen Sätzen. Hindernisfreie Zugänge sind ein weiteres Anliegen der Festival­leitung. Und auch Bewohner der Stiftung Weidli sind mit an Bord. So helfen diese Menschen mit Beeinträchtigungen an verschiedenen Orten an den diesjährigen Stanser Musiktagen mit, sei es beim Dekorieren oder in der Helferbeiz.

Auch die Weidliband spielt auf

Darüber hinaus tritt auch dieses Jahr am Samstagnachmittag die Weidliband auf dem Dorfplatz auf, und im Unteren Beinhaus spielt am ersten Festivaltag die Hora’Band. Sie ist gemäss eigener Beschreibung «ohne Übertreibung eine der speziellsten Bands der Welt», heisst es auf ihrer Website.

Wie viele Menschen mit Beeinträchtigungen den Besuch der Stanser Musiktage aufgrund Zugangshürden bisher mieden, kann Esther Unternährer nicht sagen. Fest steht für sie aber: «Unser Festival mit den verschiedenen Konzerten spricht alle Menschen an, darum tun wir auch alles dafür, den Besuch in Stans allen zu ermöglichen», so Unternährer.

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