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STANS: Auch Holländer helfen Fabio

Die Solidarität für den kranken Fabio wächst und wächst. Auch Holländer haben über Facebook von seinem Schicksal erfahren und wollen helfen. Und nicht nur die.
Matthias Piazza
Fabio Paco ist auf eine Spende angewiesen. (Bild: PD)

Fabio Paco ist auf eine Spende angewiesen. (Bild: PD)

«Sein Zustand ist stabil, aber er ist vom Virus geschwächt und müde wegen der Medikamente», beschreibt André Paco den Gesundheitszustand seines Bruders. Er besuchte ihn am Freitag, seinem freien Tag, auf der Intensiv­station des Luzerner Kinderspitals.

Seit drei Monaten ist der 17-jährige Stanser im Spital. Er leidet an einer sehr seltenen, schweren Erkrankung des Immunsystems und braucht dringend Blutstammzellen (siehe Ausgabe vom 12. Juli). Die Solidaritätswelle, die Fabios Schicksal über Facebook auslöste, ebbt nicht ab. «Über 16 000 wurden über Facebook eingeladen, sich zu registrieren, 780 sagten zu», zeigt sich André Paco beeindruckt. Überwältigend seien auch die vielen Zusprüche und Aufmunterungen von Leuten, die er vorher gar nicht gekannt habe. Auch im «realen» Umfeld spüre er eine grosse Solidarität. «Auch mein Fitnesstrainer macht bei der Aktion mit.»

Post innerhalb von zwei Wochen

Weil niemand in Fabios Familie für eine Blutstammzellenspende in Frage kommt, führt das Kantonsspital Nidwalden als Arbeitgeber von Fabios Eltern am 30. Juli eine öffentliche Registrierungsaktion durch, bei der sich Spendewillige in der weltweiten Datenbank eintragen können. Sie besteht aus etwa 25 Millionen potenziellen Spendern, davon rund 60 000 aus der Schweiz. Alternativ kann man sich auch im Internet registrieren.

Den Run, ausgelöst durch den Facebook-Aufruf, spürt auch der Blutspendedienst des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). «Bedingt durch den Spendenaufruf für Fabio gehen sehr viele Registrierungen bei uns ein», meint Rudolf Schwabe, Direktor Blutspende beim SRK, auf Anfrage. So habe es seit dem Facebook-Aufruf Anfang Monat rund 3700 Neuregistrierungen gegeben. Üblich seien 200 bis 300 pro Woche. Darum könne es durchaus mal kleinere Verzögerungen beim Versand des Wattestäbchentests und des Fragebogens geben. In der Regel erhalten die Spendewilligen innerhalb von zwei Wochen Post.

Solidarität reicht bis nach Holland

Das Mitgefühl macht an der Kantons- und Landesgrenze nicht Halt. Jaap Super ist der Vater von Joël, Fabios bestem Freund, der die Facebook-Aktion Anfang Monat ins Leben rief. Als der gebürtige Holländer und Betreiber des Hotel Stans Süd seinem Landsmann Hans Blom, der hier regelmässig übernachtet, vom Schicksal Fabios erzählte, war dieser sehr ergriffen, bedauerte aber, dass er nicht selber spenden könne. «Ich riet ihm, auch eine Registrierungsaktion über Facebook zu lancieren», erzählt Jaap Super. Mit seiner Frau Margo und einem Unternehmerkollegen führt Hans Blom nun auf dem Dorfplatz des Städtchens Doetinchem im Osten des Landes am 29. und 30. August eine solche Aktion durch, in Zusammenarbeit mit dem Holländischen Roten Kreuz.

«In meinem Umfeld kenne ich zwei Menschen, die an Krebs erkrankt sind und dringend auf eine Blutstammzellenspende angewiesen wären», begründet der Unternehmer sein Engagement. Nicht nur auf Facebook, auch über den lokalen Radiosender und die Zeitung will er möglichst viele potenzielle Spender gewinnen.

Und auch in Portugal ist für Fabio, dessen Eltern aus Portugal stammen, eine entsprechende Aktion angelaufen. «Ich bin gerührt, dass die Leute so viel Anteil nehmen. Die Aktion hilft ja nicht nur Fabio alleine. Er ist vielmehr Symbolfigur für Tausende Fabios, die auf eine Spende angewiesen sind und nun davon profitieren», meint Jaap Super.

Hinweis

Die Registrierungsaktion am 30. Juli findet zwischen 12 und 18 Uhr im Kantonsspital Nidwalden statt. Weitere Informationen unter www.sbsc.ch/registrierung

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