STANS: Auf der Suche nach dem Sinn von Weihnachten

Die Erlebnisausstellung «Whynacht» vom Bibellesebund ist zu Gast bei der Freien Evangelischen Gemeinde Stans. Der Aufwand lohne sich, ist Gemeindeleiter Erwin Imfeld überzeugt.

Marion Wannemacher
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Die Emmetter Schüler mit Nachtwächter Isidor (Marc Lendenmann) im Volkszählungsbüro. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 15. Dezember 2016))

Die Emmetter Schüler mit Nachtwächter Isidor (Marc Lendenmann) im Volkszählungsbüro. (Bild: Marion Wannemacher (Stans, 15. Dezember 2016))

«Nach der ersten Ausstellung vor drei Jahren hatten wir ein sehr positives Feedback vor allem von Religionslehrern», erzählt Ursula Widmer. Sie ist Projektleiterin bei der Freien Evangelischen Gemeinde Stans (FEG) für die Erlebnisausstellung «Whynacht» vom Bibellesebund. 250 Besucher sahen diese damals. Die Rückmeldungen reichten dieses Jahr wieder von «gut gemacht» bis «eindrücklich», viele Teilnehmer von Kindergarten, Schulen über Seniorengruppen, andere Kirchgemeinden bis zu Privatpersonen aus Nidwalden und Umgebung zeigten sich begeistert.

Seit Montag gebe es praktisch kein Gemeindeleben mehr, berichtet Gemeindeleiter Erwin Imfeld, denn für die bis Sonntag andauernde Ausstellung brauche es mindestens sechs Räume. Traurig ist er darüber deshalb nicht, weil sich aus seiner Sicht der Einsatz lohne. «Es ist wichtig, den Menschen Weihnachten nahezubringen», ist er überzeugt.

Emmetter Mittelstüfler auf der Zeitreise

Nachtwächter Isidor (alias Marc Lendenmann, Kinderpfarrer vom Bibellesebund) nimmt seine Besucher mit auf die Zeitreise zur Geburt Jesu. An diesem Nachmittag ist es die Klasse 5/6 Mittelstufe Emmetten, die mit ihrer Religionslehrerin Barbara Hunziker und dem Emmetter Pfarreileiter Markus Limacher da ist. Gemeinsam geht es in eine Zöllnerstube, zur Volkszählung, zum Gasthaus Landjäger, zu den Hirten auf dem Feld und zur Krippe. Schnell lassen sich die Schüler in den Bann ziehen. Die Geschichte um Jessica Rienäcker von heute, die sich an der «Heuchelei» zu Weihnachten stört und davonläuft, um den Sinn von Weihnachten zu finden, bietet die Rahmenhandlung.

Weihnachten ist mehr als Essen und Geschenke

Nachtwächter Isidor spannt den Bogen von der Geburt Jesu, der in einer Krippe zur Welt kommt, zum Tod am Kreuz für unsere Sünden und zur Auferstehung. «So im Zusammenhang habe ich das noch nie betrachtet», habe ihr mal jemand nach Besuch der Ausstellung geäussert, erzählt Ursula Widmer. Sie persönlich findet es gut, dass in der Ausstellung gesagt werde, dass auch Geschenke und das gute Essen dazu gehören. «Aber Weihnachten ist so viel mehr: Gott hat uns Menschen so gern, dass er seinen Sohn auf die Welt geschickt hat», sagt Nachtwächter Isidor am Ende seines Rundgangs.

Marion Wannemacher

marion.wannemacher@ nidwaldnerzeitung.ch

Hinweis

Bis Sonntag: Ausstellung Whynacht. Immer zur vollen Stunde, heute von 17 bis 20 Uhr, morgen Samstag, von 14 bis 19 Uhr und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, FEG Stans, Eichli 9. Gruppen ab 5 Personen anmelden: 079 641 57 41.