STANS: Autor wagte sich an einen Aktenberg – mit Erfolg

«Vom Waisenhaus zur Seniorenresidenz» lautet der Titel des reich bebilderten Buches von Josef Würsch. Es beschreibt die Entstehung der Gesundheitsversorgung in Nidwalden sowie den gesellschaftlichen Wandel anhand der Spitäler und Heime.

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Autor Josef Würsch signiert ein Buch für Ida Mia Käslin. (Bild: Rosmarie Berlinger (Stans, 6. Juni 2017))

Autor Josef Würsch signiert ein Buch für Ida Mia Käslin. (Bild: Rosmarie Berlinger (Stans, 6. Juni 2017))

«Da war einer mutig und gewitzt. Josef Würsch wagte sich an einen Aktenberg zur Geschichte der Heimlandschaft des Kantons Nidwalden. Spitäler und Heime sind bauliche Zeugnisse des gesellschaftlichen Wandels», schreibt Leo Odermatt, ehemaliger Vorsteher der Gesundheits- und Sozialdirektion Nidwalden, im Vorwort zum Buch von Josef Würsch. Das Werk zeige neben den baulichen Entwicklungen auch, wie stark die Bedürfnisse der Bewohner in den Vordergrund getreten seien.

Josef Würsch hatte den Mut, dieses Werk anzupacken, und die notwendige Begeisterung, Energie und Beharrlichkeit, es auch zu vollenden, wie Leo Odermatt schreibt. Er und rund 60 Gäste aus dem Bereich der Gesundheitsversorgung erlebten eine interessante und liebevoll gestaltete Vernissage des neuen Buches. Das Umschlagbild zeigt das Trio Nägeligass mit Annemarie Lacher-Winiger, Cécile Imfeld und Berta Brun. Und dieses Trio bereicherte gleich auch die Feierstunde mit bekannten Melodien. Aus den sechs Kapiteln des Buchs lasen Myriam und Judith, Töchter des Autors, Besonderes, Erstaunliches, aber auch Skurriles über den Wandel von Spitälern und Heimen.

Wyrsch schildert Begegnungen mit Würsch

Nicht zufällig hatte Josef Würsch das Restaurant Brüggli im Alters- und Pflegeheim an der Nägeligasse in Stans für die Buchvernissage gewählt. Nach seiner Grundausbildung in Krankenpflege und Lehrtätigkeit an der Krankenpflegerschule am Kantonsspital Luzern leitete er während 23 Jahren die Stiftung Alters- und Pflegeheim Nidwalden. Somit kehrte er an den einstigen «Tatort» zurück, wo er, seine Gäste und Familienangehörige, von Urs Schaub, Gesamtleiter der Nägeligasse, begrüsst wurden. Dazu gehörte speziell Walter Wyrsch, Geschäftsführer der Spitex Nidwalden. In seiner ernst bis heiter verfassten Laudatio auf den Autor und sein Werk kam er auf viele Begegnungen zwischen ihm und Josef Würsch zu sprechen. Bereits in seiner Pflegeausbildung in den späten 1970er-Jahren habe er die Bedeutung der Individualität in der Krankenpflege durch einen neuen Zugang zu den Menschen revolutioniert. Später, in den frühen 1980er-Jahren, sei er Würsch an seinem langjährigen Wirkungsort an der Nägeligasse als blutjunger Krankenpfleger wieder begegnet. Bewundert habe er immer sein hohes Interesse an der eigenen Familie, an Beckenried, am Kanton und an der Region. Mit genau diesen unterschiedlichen Interessen habe er sich auf den Weg seines Buches gemacht. Dieses verleihe den Betrieben eine Biografie, die für alle Menschen zugänglich werde.

Das Buch «Vom Waisenhaus zur Seniorenresidenz» umfasst rund 140 Seiten und ist zum Preis von 42 Franken bei der Buchhandlung von Matt in Stans erhältlich. Ein allfälliger Ertrag aus dem Buch geht an die Schweizerische Alzheimervereinigung, Sektion Obwalden-Nidwalden.

Rosmarie Berlinger

redaktion@nidwaldnerzeitung.ch