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Fürs Parkieren brauchts in Stans kein Münz mehr

Was schon in fast 400 Gemeinden schweizweit möglich ist, geht nun auch in Stans – bargeldloses Parkieren. Weitere Nidwaldner Gemeinden sollen folgen.
Matthias Piazza
Die Parkgebühren in Stans (auf dem Bild der Dorfplatz) kann man auch mit der Parkingpay-App begleichen. (Bild: Markus von Rotz (25. Juni 2019))

Die Parkgebühren in Stans (auf dem Bild der Dorfplatz) kann man auch mit der Parkingpay-App begleichen. (Bild: Markus von Rotz (25. Juni 2019))

Auf den Stanser Gemeinde-Parkplätzen kann man neuerdings auch parkieren, ohne dass man die Parkuhr mit Münz füttern muss, welches man ja häufig nicht oder nicht in ausreichender Menge zur Hand hat. Seit Anfang Juni gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Es steht eine alternative Zahlungsmethode zur Verfügung – das sogenannte Parkingpay. Nachdem man sein Auto parkiert hat, wählt man über die Parkingpay-App die Gemeinde und den Standort des Parkplatzes oder man erlaubt der App, dies automatisch zu ermitteln. Danach startet man den Parkiervorgang, den man beendet, sobald man sein Auto wieder abholt. Abgerechnet wird über verschiedene Kanäle, welche die Benutzer selber wählen können. Alternativ zur Parkingpay-App ist auch bezahlen per Twint möglich.

Und wie wird kontrolliert, ob man überhaupt ein solches virtuelles Ticket gelöst hat? Hat man alles richtig gemacht, leuchtet beim Kontrollpersonal die Autonummer beim Kontrollieren grün auf. Wurde kein Ticket gelöst, dann zeigt die Farbe rot dies an und es gibt eine Parkbusse.

Parkingpay, das von der Firma Digitalparking AG im zürcherischen Dietikon angebotenen wird, kennen schweizweit schon gegen 400 Gemeinden für ihre öffentlichen Parkplätze. In Nidwalden spielt Stans eine Vorreiterrolle. In den übrigen zehn Nidwaldner Gemeinden gibt es die Option bis jetzt nur beim Hotel Honegg oberhalb von Ennetbürgen. Und in Obwalden kann man bisher nur an der Talstation der Pilatusbahn in Alpnachstad damit bezahlen.

Abgerechnet wird minutengenau

Für Projektleiter Markus Rahm von Digitalparking AG liegen die Vorteile auf der Hand: «Die Autofahrer sind nicht nur vom Münz befreit, sie müssen auch nicht im Voraus genau festlegen, wie lange sie parkieren wollen. Abgerechnet wird bei Beendigung des Parkierens – minutengenau.» Beim Parkieren mit Münz ist Nachzahlen verboten und auch Rückgeld gibt es nicht, wenn man weniger lange parkiert als vorgesehen.

Auch für die Gemeinden geht die Rechnung laut Markus Rahm auf. «Die Investition für die Einrichtung des Systems beträgt einige wenige Hundert Franken.» Natürlich bietet Digitalparking AG den Dienst nicht kostenlos an. So behält die Firma einen Teil des eingenommenen Betrages als Benutzungsgebühr zurück. «Den Betrag der Benutzungsgebühr, den die Gemeinde uns bezahlt, holt sie wieder ein, in dem sie weniger Aufwand mit dem Bewirtschaften und Leeren der Parkuhren hat», erläutert er.

Das Bezahlsystem, das in der Innerschweiz unter anderem auch in Brunnen und Luzern angeboten wird, stösst auf rege Nachfrage. «Die Zahl der Parkierenden, die mit Parkingpay oder Twint bezahlen, nimmt monatlich massiv zu, wenn es zur Verfügung steht», sagt dazu Markus Rahm. Das Netz soll weiter ausgebaut werden – auch in Ob- und Nidwalden. «Am weitesten fortgeschritten sind die Gespräche mit Hergiswil und Beckenried.»

Hinweis

www.parkingpay.ch.

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