STANS: Bei diesem Überfall wehrt sich niemand

Die Guuggenmusigen hatten wieder leichtes Spiel, den proppenvollen Dorfplatz zu erobern. Damit ist auch im Hauptort die fünfte Jahreszeit angebrochen. Die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler zeigten ein erstes Mal, wie Fasnacht geht.
Philipp Unterschütz
Tausende feierten am Guuggenüberfall auf dem Stanser Dorfplatz mit. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 3. Februar 2018))

Tausende feierten am Guuggenüberfall auf dem Stanser Dorfplatz mit. (Bild: André A. Niederberger (Stans, 3. Februar 2018))

Philipp Unterschütz

philipp.unterschuetz@nidwaldnerzeitung.ch

Es waren sicher wieder gegen 4000 begeisterte Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, die sich am Samstagabend auf dem Dorfplatz drängten, als Punkt 20.20 Uhr mit dem gewaltigen Urknall die Fasnacht eröffnet wurde. «Der Guuggenüberfall war einmal mehr einfach nur super», schwärmt OK-Chef Sandro Gasser am Morgen danach. Hochzufrieden ist das OK am Sonntagmorgen um 9 Uhr immer noch unterwegs. «Wir haben jetzt alles fertig gemacht und aufgeräumt und werden uns jetzt gemeinsam noch eins genehmigen», erzählt Gasser am Telefon. Erfahrungsgemäss werde es wohl schon Abend, bis er ins Bett komme.

Guuggenmusigen aus der ganzen Schweiz zu Gast

Das Feiern haben sie sich redlich verdient. Die Mitglieder der organisierenden Vereine Guugge Stans 1850, Chälti-Sägler, Ribi-Häxä, Hüdä Hädä und Frohsinn haben wieder beste Arbeit geleistet. Der Anlass ist ohne irgendwelche Pannen oder Schwierigkeiten verlaufen. Die farbenfrohe Masse auf dem Stanser Dorfplatz, von einfach Geschminkten bis zu aufwendig gestalteten Sujets, hatte ganz offensichtlich nur darauf gewartet, dass die Fasnacht endlich richtig beginnt. Und je mehr Guuggenmusigen aus den Gassen und allen Winkeln auf den Dorfplatz strömten, desto lauter und kakofonischer tönte es auf dem Dorfplatz. Gegen 21 Uhr ging’s dann auf den beiden Bühnen los mit den Konzerten, die bis 2.30 Uhr dauerten. Auch dieses Jahr waren zahlreiche Guuggen aus der Region und der ganzen Schweiz zu Gast, darunter die Konfusiker-Gugge Uetike am See, die Speuzer Schränzer Erlinsbach oder die Latärndlihöckler Lozärn.

«Jetzt haben wir uns richtig aufgewärmt – wir sind alle bereit für die Fasnachtstage», sagt OK-Chef Sandro Gasser noch, bevor er mit dem OK am Sonntagmorgen weiterzieht.

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